Schacholympiade 2008 in Dresden

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Durch Wald und Wiese nach Wittenberg

/images/uploads/ba3e6c7c163e57d77cf9fc37f71a3871.jpgUnser Weg führte uns heute von den Naturschutz- gebieten rund um Zerbst via Fähre auf das linke Elbufer. Am Großteil des befestigten Radwegs auf dem Elbdamm wurden Reparatur- arbeiten durchgeführt, deshalb wählten wir eine Route, die uns über weite Strecken durch die Wälder der Region führte. Wir mussten mit einer Radpanne und einem verlorenen Handy Tribut zollen, aber das Rad konnte repariert und das Handy wiedergefunden werden; Und wir wurden für unsere Mühe durch die Strecke belohnt, denn es boten sich uns phantastische Landschafts- und Naturbilder. Wir konnten Schafe streicheln, Kreuzottern, und Störche beim Fröschefangen beobachten - nicht umsonst wurde diese Region von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt!

 

Jan Ullrich bekommt Konkurrenz

/images/uploads/f6e59e6307490ef91201b21a15d60525.jpgDie jüngste Teilnehmerin an unserer Radfahrt versetzte uns heute in helle Begeisterung: Anna fuhr mit ihren gerade mal sechs Jahren die gesamte Strecke von immerhin 72 Kilometern nicht nur aus eigener Kraft mit. Nein, sie setzte sich sogar die meiste Zeit über an die Spitze unseres Zuges und drohte uns bisweilen gemeinsam mit ihrem 15-jährigen Bruder Martin abzuhängen... Mit Frank Jarchov, der uns seit dem Startschuss der Tour de Schach als Mitglied des Redaktionsteams gute Dienst geleistet hatte, schloss sie schnell Freundschaft. Anna bedauert wie wir alle, dass Frank uns heute verlassen musste, aber selbst der beste Arbeitgeber gewährt keinen unbeschränkten Urlaub.

 

Historische Umgebung im Park Luisium

/images/uploads/2b77f7835f893541e5451a4827978697.jpgWir rasteten und aßen im Park beim Schloß Luisium nahe Dessau zu Mittag. Hier konnten wir das Meisterwerk der Baukunst des 18. Jahrhunderts näher unter de Lupe nehmen, und bei prächtigem Wetter die Atmosphäre der stimmungsvollen Park- und Gartenanlagen auf uns wirken lassen. Diese werden von Plastiken und Brunnen geschmackvoll aufgelockert, sie verbinden die Natur mit den Gebäuden der Klassik. Fürst Leopold III. Franz von Anhalt-Dessau hatte das Schloß 1778 seiner Gemahlin Luise gewidmet. Jetzt ist dort ein Museum untergebracht, das wir allerdings nicht besichtigten.

 

Schach auf dem Wittenberger Marktplatz

/images/uploads/8b8c7860e3db6ba782fa10ec858d664b.jpgDieser ist unbestritten einer der schönsten Plätze Deutschlands.
Das Renaissance -Rathaus, in dem schon Lucas Cranach als Bürgermeister residierte, beherbergt heute u.a. die bedeutende Sammlung der Stiftung Christliche Kunst Wittenberg (Christliche Kunst im 20. Jahrhundert mit Grafiken aus der Sammlung Scheufelen). Dort fand heute die Schachveranstaltung im Rahmen der Tour de Schach statt.

 

Simultan mit der Spitzenspielerin des TSG Wittenberg Christin Burisch

/images/uploads/3b82dac650106174f99a2b2fdf2434a1.jpgSie spielte mehrere Stunden an 6 Brettern, die immer besetzt waren, obwohl die meisten Besucher keine Zeit hatten, da es sich um Touristen handelte, die an einer der vielen Stadtführungen teilnahmen. Durch Ihr freundliches und offenes Auftreten blieben auch die stehen, die nicht spielen wollten, sondern nur mal zuschauen wollten. Diese informierten sich auch über den Grund der Veranstaltung. Sie zeigten großes Interesse an der Schacholympiade in Dresden 2008.

 

Uwe Hartig unterstützt Christin

/images/uploads/87d3ee8d83dfb05203a3f8208d4ade80.jpgDer Dresdener Schachfreund Uwe Hartig unterstützte Christin. Er war vorgestern mit der ganzen Familie zu uns gestoßen war. Auch er spielte neben Christin Simultan. An seinen Brettern saß auch ein Jugendspieler von Empor Erfurt, der mit seinen Eltern und seinem Bruder in Wittenberg war. Diese mussten solange warten, bis er sein Spiel beendet hatte. Sein Vater nutzte die Zeit, in dem er unsere Poster begutachtete, die auf unserem Tour-Transporter angebracht waren. Von dem Poster „Wir sind das Volk“ war er so angetan, dass er es gleich kaufte.

 

Unterkunft im Schloss

/images/uploads/fc76f450d39a3aaa6b8d4b5b13217e57.jpgUnsere Jugendherberge befindet sich im Schloss von Wittenberg. An die Tür, der zum Schloss gehörenden Kirche, hatte Martin Luther 1517 seine 95 Thesen angeschlagen.
Die Jugendherberge befindet sich im 2. Obergeschoss und ist nur über eine Wendeltreppe zu erreichen. Die Jugendherberge gehört noch zu den Häusern, in denen es nur große Zimmer mit gemeinsamen Duschen auf dem Flur gibt. Die Außenwände sind besonders stark. Mann hat aber von hier oben einen sehr guten Überblick über die Stadt.

 

Alles Luther oder was

/images/uploads/7a2c43d7b6ef73732f5c1f0cbd82ebf3.jpgDie neueste Entdeckung in dieser Stadt ist, na? Man hat die Toilette von Luther gefunden. Im Hof des Lutherhauses. Als man einen Garten anlegen wollte und mit Hacke und Spaten zu Werke ging. Eine größere Sensation hat es laut Stadtführerin seit Jahren in Wittenberg nicht mehr gegeben.
Jetzt kann man sich vielleicht in etwa vorstellen, was damals los war, als Luther seine 95 Thesen an die Kirchentür schlug.
Die auf dem Foto abgebildete Tür ist aber leider eine Bronzenachbildung, denn die echte Tür ging samt Kirche unter und musste erst wieder aufgebaut werden. Und da hat man die Tür dann gleich aus Bronze gegossen mit allen 95 Thesen, die aber nur schwer zu entziffern sind, weshalb sich wahrscheinlich deshalb immer die Reisegruppen direkt davor stellen, um mit Tür aufs Foto zu kommen. Reisegruppen aus allen Teilen der Welt.

 

Etappe Lutherstadt Wittenberg - Torgau

Die Etappe Luth. Wittenberg - Torgau startet am 02.08.2005 um 10:00 Uhr. Treffpunkt ist die Jugendherberge Luth. Wittenberg:
JH Lutherstadt Wittenberg
Schloss
06886 Luth. Wittenberg, Tel.:03491/403255

 

Luthers Ofen

/images/uploads/9e752cfd52cb4e2b5926e07f7a744314.jpgWer gute Gedanken haben will und an guten Texten arbeitet, das wusste schon der alte Luther, der muss es warm haben.
Und Luther hatte es warm. Zumindest kann man das vermuten, wenn man seinen Ofen sich anschaut, der im Lutherzimmer im Lutherhaus steht und wirklich beeindruckend ist.
Sein Bierkrug ist übrigens auch noch erhalten, denn wer gute Texte schreiben und gute Gedanken haben will, der muss gut trinken können.
Und wie wir jetzt ja wissen, die Toilette war gleich im Hof vom Lutherhaus.

 

Die Stadtkirche St. Marien

/images/uploads/b566fafe9610033e9759f9a82c1e66b2.jpgNatürlich kam Luther hintern warmem Ofen öfter auch hervor und predigte seine guten Texte vor den Bürgern der Stadt.
Gerne tat er es in der Stadtkirche St. Marien. Einige seiner berühmten Predigten hat er dort den Bürgern entgegen geschleudert und damit für viel Aufsehens gesorgt.
Früher war die Kirche umgeben von einem Friedhof, heute umschließen nette Wohnhäuser sie. Beides zusammen ergibt eine schöne Einheit, und man hat das Gefühl, hier kann man sich wohl fühlen, denn Kneipen, Cafes und Resaturant sind auch direkt vorhanden. Überhaupt macht die Altstadt von Wittenberg einen munteren Eindruck auf die Gäste, wenn auch noch so manches Haus Geld für die Sanierung vertragen könnte.

 

Cranach und sein Altar

/images/uploads/4ad0081bd9d78dfcd74bb0c93ac675b8.jpgWenn einem Luther nicht gerade über den Weg läuft, dann ist es aber zumindest Lucas Cranach der Ältere oder der Jüngere. Beide haben hauptsächlich in Wittenberg gewirkt.
Vor allem Cranach der Ältere. Ein vielseitiger Mensch. Eigentlich ausgebildet in Kronach im Frankenland als Maler, wurde er zu einem der wohlhabensten Bürger der Stadt und einer der größten Imobilienbesitzer. Er hatte eine Druckerei, das Recht eine Apotheke führen zu dürfen, war über viele Jahre Bürgermeister der Stadt und und und.
Der Alter in der Stadtkirche St. Marien ist von Lucas Cranach dem Älteren und noch im Original erhalten. Auf ihm natürlich der predigende Luther, wobei sich einige Bürger wegdrehen und ihm nicht zuhören wollen, aber auch Luther in Bürgerrunde mit Bierkrug in der Hand. Solche beeindruckenden Altarbilder in klaren Farben, haben hauptsächlich die Cranachs berühmt gemacht.

Und heute Abend an diesem sogenannten freien Tag mit viel Kultur wollen wir doch mal sehen, ob nicht noch ein Lutherbiergarten zu finden ist. So gestärkt können wir uns dann morgen auf den Spuren von Luther auf den Weg nach Torgau machen.