Schacholympiade 2008 in Dresden

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Turin 2006

Nachfolgend ein Rückblick auf die Ereignisse der letzten Schacholympiade

 

Armenien und Ukrainer gewinnen Gold!

/images/uploads/e749f32a98b4d13c369911d78f8b27fd.jpgArmenien ist mit einem Kurzremis an allen vier Brettern Turniersieger geworden. Das Bild zeigt Levon Aronian unmittelbar nach dem Remis im Kreis der armenischen Delegation, Glückwünsche entgegen nehmend. Auf den 2.Platz kam China vor den punktgleichen USA und Israel.

Die deutschen Herren spielten in der Schlussrunde 2½-1½ gegen Mazedonien. Insgesamt erreichte das deutsche Herrenteam (Arkadij Naiditsch 6/10, Artur Jussupow 3/8, Jan Gustafsson 6½/10, Thomas Luther 6½/9, Christopher Lutz 3½/7 und Alexander Graf 5½/8) 31 Punkte und Platz 15.

Bei den Damen gab es in Runde 13 ein 1½-1½ gegen die USA. Damit wurde von Elisabeth Paehtz 8/12, Ketino Kachiani-Gersinska 8½/12, Jessica Nill 1/5 und Vera Jürgens 6/10 insgesamt 23.5 Punkte und Platz 11 erreicht.

Gewonnen das Team aus der Ukraine vor Russland und China.

Alle Ergebnisse und Tabellen auf dem Schachserver der Wiener Zeitung.

 

Armenien ist durch!

/images/uploads/cb18fbc71670d2c9562f292a48f2ca0f.jpgHeute treten unsere Nationalspieler zur dreizehnten und letzten Runde an. Die Frauen haben nach ihrem hohen und verdienten Sieg gegen Kroatien zum Abschluss nochmal eine echte Bewährungsprobe. Heute geht es gegen die USA und wenn hier ein positiver Score am Ende stehen sollte, wäre dies zumindets ein versöhnliches Ende und man würde wahrscheinlich sogar auf dem Setzlistenplatz landen.

Die Männer spielen heute gegen FYROM. Das ist die Abkürzung für Former Yugoslav Republic of Macedonia, also Mazedonien. Und hier ist durchaus auch ein Sieg drin, so dass auch die Männer letztendlich ihren Setzlistenplatz erreichen können. Im Endeffekt käme dann ein positiver Mannschaftssspiegel heraus, nach bisher sechs Siegen und sechs Niederlagen.

(Bild: Magnus Carlsen gg. Arkadij Naiditsch, gestern mittag)


Die Männer spielen heute gegen FYROM. Das ist die Abkürzung für Former Yugoslav Republic of Macedonia, also Mazedonien. Und hier ist durchaus auch ein Sieg drin, so dass auch die Männer letztendlich ihren Setzlistenplatz erreichen können. Im Endeffekt käme dann ein positiver Mannschaftssspiegel heraus, nach bisher sechs Siegen und sechs Niederlagen.

Armenien ist bereits Olympiasieger! Nach einem Kurzremis an allen vier Brettern gegen Ungarn, ist Armenien nicht mehr einzuholen. Heute morgen sah man übrigens massenhaft Spieler und Betreuer noch nach 10 Uhr über die weitläufigen Parkplätze rennen, da hatten sich einige ob des frühen Spielbeginns verspätet. Es ist aber auch eine ansehnliche Strecke vom olympischen Dorf bis hierher zum Spielsaal.

Ein Update der Webseite wird, wenn alles gut geht, im Laufe des Tages von einem der Webmaster vorgenommen, bis Montag gib es vorläufig keine weiteren Meldungen. Dann aber eine komplette Rückschau inklusive einer ansehnlichen Bildergalerie.

 

1,5 : 2,5 gegen Norwegen!

/images/uploads/05f2fcca9ebfb077f3e379992f0368ca.jpgDas war reichlich knapp. Spannende Spiele boten die deutschen Männer alle Male nach ihrem wirklich guten 3:1 gestern gegen Kroatien. Aber gegen Norwegen, das im Schnitt durchaus mit den Deutschen mithalten kann - aber eben auch nicht überragend ist, ging das Spiel knapp verloren. Damit sind auch die theoretischen Medaillenhoffnungen nur noch Geschichte. Interessant, wie Magnus Carlsen mit stoischer Ruhe seine Bauern gegen Arkadij Naiditsch verwertete. Naiditsch, selbst noch "ein Junger", sah sich heute einem inzwischen 16-jährigen, aber doch jünger wirkenden Brett-Eins-Spieler gegenüber. Wenn aus diesem Rechenkünstler nicht irgendwann ein ganz Großer werden sollte, würde das wohl keiner mehr verstehen. Eine relativ durchwachsene Olympiade für unsere Herren also.

Die Damen haben gestern gegen Schweden 2:1 gewonnen. Es ist trotz des Sieges aber einfach nicht "ihr" Turnier. Heute endlich ein überzeugender Sieg gegen Kroatien. Ketino Kachiani gewinnt mal wieder, Elisabeth Pähtz auch und Vera Jürgens steuert noch nen halben bei. Damit könnten unsere Frauen durchaus nochmal in den Bereich ihrer Setzposition kommen - je nach Gegner und Spielverlauf morgen. Die letzte Runde beginnt übrigens morgen um 10 Uhr.

Die Meldung des Tages produzierte irgendwie Viktor Kortschnoi, allerdings auch gestern schon mal: Als über die Hallenanlage der Spielbeginn angekündigt wurde, gab es einige Informationen zum Organisatorischen. Viktor bekam den Extrasatz: "Please don't take any Pictures of Mr. Kortschnoi" - und dann im Halbsatz nachgeschoben: "and don`t ask him for Autographs". Er hatte vergessen zu erwähnen, dass Kortschnoi heute nicht wünscht, angesehen zu werden.


 

Endspurt

/images/uploads/83fc972f11e601c3dc4e868940357449.jpg13 Runden sind eine verdammt lange Strecke. Das müssen auch unsere "Olympioniken" erfahren. Beide Mannschaften sind nun wieder unterhalb ihrer Setzlistenplätze angekommen. Die Männer aber noch relativ im grünen Bereich mit minus vier Plätzen, die Frauen allerdings weit unter ihren Erwartungen.
Olympiasieger, Zweiter oder Dritter werden jedenfalls beide nicht mehr. In der Männerkonkurrenz balgen sich zur Zeit Armenien, China und Russland um die Treppchenplätze. Vor allem Armenien überzeugt ein ums andere Mal und ist nun auch Wettfavorit beim örtlichen Anbieter. Unsere Nationalspieler treffen heute auf Kroatien und ich schreibe heute nicht nochmal, "die sind zu packen", denn das scheint sich auf die mentale Stärke unserer Spieler irgendwie nicht förderlich auszuwirken.
(Bild zeigt Cuba gegen Indien)

 

/images/uploads/be8f6586950ad7cbea4c0bbe8a3016a5.jpgDie Frauen spielen heute gegen Schweden. (im Bild die Frauenmannschaft des DSB)Setzlistenplatz 40. Könnte keine Niederlage oder Unentschieden werden (vielleicht hilft das ja). Ansonsten ist die Stimmung eigentlich prächtig und man ist guter Dinge, das Turnier entsprechend der Ausgangslage noch erfolgreich abzuschließen. Gestern gewann JUNIOR vor SHREDDER die Computer-Weltmeisterschaft. Leider ist vom Ausrichter nur die Endtabelle zu erfahren, die man über die offizielle Seite einsehen kann.


 

Update

/images/uploads/c5715f3f7f4d9b243c5f81bfaca650c7.jpgTja... das war wohl nix?! Die Männer verlieren knapp und die Frauen schaffen auch die Weißrussinnen leider nicht. Da fällt auch das Schreiben - und diesmal live vor Ort - schwerer. Dann schauen wir doch mal, was die Fraktion der despektierlich "Blechköpfe" genannte Fraktion macht.
Es ist nämlich auch Computer-WM!
Dort spielten heute alle führenden Programme an den ersten Brettern und interessanterweise begann die heutige Runde sehr humanoid. Es wurde nämlich über die Auslosungsregularien diskutiert. Eines der vier führenden Programme wäre wohl in der Endabrechnung bei Punktgleichheit mit weniger Buchholz bedient worden.
Aber hätte man das Ergebnis der soeben zu Ende gegangenen Vorschluss-Runde schon gewusst, alles Diskutieren wäre wohl hinfällig gewesen. "JUNIOR" wird allgemein als Sieger bereits vor der Schlussrunde angesehen. Denn Shredder remisierte soeben gegen "Parsos".

 

Ein bißchen glücklich darf es auch mal sein

/images/uploads/fc4bc9bf0654f0c4ac6fb256d8caa98a.jpgWGM Ketino Kachiani-Gersinska im Gespräch mit Philipp Schlosser

Die 2,5 Punkte gestern gegen Weißrussland waren in der Tat glücklich. Nachdem Artur Jussupow, Thomas Luther und Christopher Lutz nacheinander ins Remis steuerten, lag alle Last auf Arkadij Naiditsch - und der stand nun wirklich nicht gut gegen Aleksej Aleksandrov. Der Weißrusse machte schließlich auch alles richtig in seiner Gewinnstellung, verlor aber urplötzlich die Übersicht. Hatte er es zuvor noch verstanden, unsere Nummer Eins positionell zu quälen, unterlief ihm im Übergang zum Endspiel ein haarsträubender Fehler. Wahrscheinlich hatte er in der Vorausberechnung die mögliche Springergabel Naiditschs übersehen und stellte so eine gewonnene Partie zum Verlust ein.

"Das kann immer mal vorkommen in so einem langen Turnier", erklärte heute morgen Uwe Bönsch, "auch uns kann sowas durchaus noch passieren". Das wollen wir mal nicht hoffen - jetzt, wo es um den Verbleib in den oberen Tabellenregionen geht. Heute steht Cuba auf dem Programm: "Ein sehr schwer auszurechnender Gegner". Das liegt vor allem an den beiden jungen Großmeistern im kubanischen Team an Eins und Zwei, Bruson und Dominguez, die beide in ihrem jugendlichen Alter schon um die 2650 ELO gesattelt haben. Gestern verlor Cuba an Tisch Eins gegen Tabellenführer Armenien.
Für die Frauen wird - vielleicht - doch noch alles gut. Nach dem 2:1 von gestern ist Deutschland (an 8 gesetzt) heute gegen die an Nr. 7 gesetzten Armenierinnen unter seinesgleichen und könnte in einem Rutsch alles wieder gut machen, was zuvor zum Beispiel gegen Lettland versäumt wurde.

 

Quo Vadis Deutschland

/images/uploads/251dc06f8111aea043a33c918e9c48d8.jpgFIAT sponsort die Olympiade

Heute gehts zwar noch nicht um die goldene Wurstsemmel, aber vorentscheidend ist die Begegnung allemal. Einen Patzer (nach gutem Spiel gegen Georgien) kann man mal verkraften und Niederlagen gegen die höher eingeschätzten Russen und Inder lagen im Bereich des Vorstellbaren. Dafür wurden die eigentlichen Pflichtaufgaben sehr souverän gelöst und heute entscheidet sich, ob das deutsche Männerteam sich für den Rest des Turniers nach oben orientiert. Weißrussland ist ein schwerer Gegner, aber lösbar. Nach dem souveränen 4:0 von gestern stehen die deutschen Männer gerade mal 2,5 Brettpunkte hinter Tabellenführer Armenien.
Die Frauen haben sich zum ersten Mal in eine Region gespielt, in die sie eigentlich auch gehören. Nächster Schritt wäre ein Etablieren unter den Top Zehn. Dafür bietet sich heute gegen die Slowakei die Gelegenheit, auch wenn das natürlich kein Selbstläufer wie gestern gegen Kolumbien wird. Und irgendwann spielt auch "Keti" Kachiani nicht nur Siege heraus. Hoffen wir, dass die Mitspielerinnen dann zur Stelle sind.

 

Jetzt aber Gas geben

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Turiner Straßencafè - bereit zum Pausen-Simultan?

Die Frauen-Nationalmannschaft ist erneut gestolpert. Mit einem 1:2 gegen Lettland hat sicher niemand gerechnet. Damit fällt Deutschland auf Rang 27 zurück, gesetzt waren unsere Frauen auf Acht. Jetzt zählt nur noch eins: Gas geben! Satte vier Brettpunkte von der Spitzenposition (Russland) entfernt bei nur drei Brettpunkten, die täglich vergeben werden - das ist schon eine nennenswerte Differenz. Heute spielt Deutschland gegen Kolumbien - und das bedeutet an jedem Brett mindestens 250 ELO-Punkte Differenz. Völlig von der Rolle ist zur Zeit Jessica Nill mit Eins aus Vier, die folgerichtig auch heute pausiert.

Dass die Herren mit 1:3 gegen Indien verlieren, war durchaus im Bereich des Möglichen. Jetzt tritt also wieder 'Plan B' in Kraft: Nämlich sich gegen einen schwächeren Gegner wieder nach vorne zu punkten. Gelegenheit bietet dazu heute Malaysia, da sieht das Stärkeverhältnis ähnlich aus wie das unserer Frauen gegen Kolumbien. Beide Teams sollten heute hoch gewinnen.

 

Indien? Sehr gut!

/images/uploads/f5d28953b6088affdcc7ce4ddbb3f535.jpg














Zuerst ist man schon etwas überrascht, wenn Bundestrainer Bönsch vom besten Los spricht, das man zur sechsten Runde ziehen konnte. Ausgerechnet Indien? Mit dem bärenstarken Viswanathan an Brett 1? Mit Sasikiran und Harikrishna an Zwei und Drei, die bei uns Brett Eins und Zwei wären?
Das Geheimnis liegt in der Dauer des Turniers. Wenn Du an 14 gesetzt bist und 13 Runden spielst, ist es ideal, die allerstärksten Gegner gleich am Anfang zu treffen. In einem Turnier, in dem vor allem die Brettpunkte zählen, hast Du gegen leichtere Gegner zum späteren Zeitpunkt mit beispielsweise 3:1 schon mal ganz schön was gut gemacht. Denn ab jetzt ist 2:2 eigentlich das Standardergebnis.

Gehen wir heute gegen Indien nicht mit wehenden Fahnen unter, haben wir beste Voraussetzungen, besser als der Setzlistenplatz 14 abzuschneiden.
Die Theorie ist natürlich nur gültig, wenn man Realist genug ist, nicht gleich einen Top-Platz unter den ersten Drei anzustreben. Aber selbst das passiert leicht, wenn man sich unter den ersten Zehn aufhält, und am letzten Tag ein gutes Ergebnis hinlegt.

Auch ein Ergebnis wie das zwischen Israel und Dänemark (2:2), stützt die Theorie unseres Bundestrainers. Warum soll uns das nicht gegen Indien gelingen?! Interessant wird zu beobachten sein, wie sich Arkadij Naiditsch gegen Anand wehrt. Gut vorbereitet sind "unsere Jungs" jedenfalls, wie ich eben erfahren durfte.

Philipp Schlosser ist da schon etwas zurückhaltender mit seiner Prognose für den Spieltag der Frauen heute. Das liegt vor allem daran, dass eine geschlossene Mannschaftsleistung bisher Fehlanzeige war. Zu unterschiedlich sind unsere Nationalspielerinnen in Form, als das man wirklich zufrieden sein könnte. Ketino "Keti" Kachiani spielt bisher ein fantastisches Turnier. Ein Selbstläufer, wie Schlosser glaubt: "Wenn ein Turnier mal richtig gut anläuft, spielt es sich fast von alleine. Man geht dann auch mit dem nötigen Selbstbewusstsein rein".

Bei den anderen sind die Resultate in Bezug auf die Wertungszahlen der Gegnerinnen höchst unterschiedlich. Wahrscheinlich ist es da genau die richtige Wahl, gegen das spielbare Lettland Kachiani-Gersinska pausieren zu lassen und die Dreier-Kombination ohne die Top-Scorerin spielen zu lassen. Neu im Nationalteam ist dieses Jahr Vera Jürgens, die anderen drei Spielerinnen haben schon (auch in dieser Kombination) miteinander gespielt.

 

Zeit für etwas Pausenstatistik

/images/uploads/0bc2362b3a6f342811e10c799fbcea88.jpgFoto: Die Brasilianer! - selbst im Schach mit begeisterten Anhängern...

Heute ist Ruhe mit Schachspielen in Turin. 5 Runden sind absolviert, ab morgen gibts nochmal 5 Runden am Stück. Zur Pflichtlektüre gehört weiterhin die offizielle Olympiaseite http://www.chessolympiad-torino2006.org/ - allerdings nur mit italienischen Neuigkeiten, denn übersetzt ist die Newsabteilung nur mit einer einzigen Meldung über die italienische Mannschaft ins Englische. Aber es hat sich was getan in der Benutzerfreundlichkeit. Wenns in diesem Tempo mit dem Ausbessern bis zum Ende des Turniers weitergeht, erleben wir noch einen perfekten Auftritt.
Wenn Sie in Zahlen schwelgen wollen, empfehle ich weiterhin uneingeschränkt Heinz Herzogs Arbeit vor Ort, beziehungswise auf den Seiten der Wiener Zeitung: http://schach.wienerzeitung.at/Welt.aspx?id=4692&nr=-1 Dort kann man so ziemlich alles an Statistik auslesen, was einem in den Sinn kommt. Zum Beispiel, dass Ketino Kachiani-Gersinska zu den besten Spielerinnen gehört, die in Turin auftreten. Mit 4,5/5 hat sie eine super Bilanz.

 

/images/uploads/28b90866418a7890afa7a51a4cae47bd.jpgDeutschlands Frauen liegen zur Zeit auf Rang 20 und können sich durchaus noch unter die ersten des Turniers spielen. Zwar liegen schon drei Brettpunkte zwischen den führenden Russinnen und unserem Team, wenn man sich jedoch weiter im Windschatten der Führenden aufhält, fällt das hohe Punkten leichter. In Runde Sechs geht es gegen Lettland, durchaus den ein oder anderen Brettpunkt wert.
Die Männer liegen gar nur zwei Brettpunkte (!) hinter Russland, das macht aber gleich dreizehn Tabellenplätze aus. Zudem kommt nach dem ruhigeren Los Mexiko, ausgerechnet Indien auf die Nationalmannschaft zu. Die Wettanbieter schätzen den Ausgang mit 3,55-3.25-1.81 ab, also ein Sieg Deutschlands ist etwa halb so wahrscheinlich, wie der Indiens oder auch prozentual bei etwa 21% anzusiedeln. Hoffentlich ist wenigstens das Wetter in Turin für den heutig geplanten Stadtausflug schöner...

Bilder: Frank Jarchov

 

Erst mal auf die Euphoriebremse getreten.....

/images/uploads/1a6652734b5f351771d4632698dd3ab0.jpg "Das hat uns schon ganz schön hart getroffen", berichtete Bundestrainer Uwe Bönsch heute morgen: "Gegen einen Gegener wie Georgien so gut zu stehen und doch noch zu verlieren - hoffentlich nehmen sich das unsere Spieler nicht so zu Herzen". Gestern war der erste wirkliche Rückschlag während der 37. Schacholympiade für die deutsche Nationalmannschaft zu verzeichnen. Artur Jussupow stand so gut, dass es wohl nur noch eine Frage der Zeit war, bis er in ein gewonnenes Edspiel überlenken würde. Auch Jan Gustafsson (im Bild links kurz vorm Spiel), Thomas Luther und Christopher Lutz hatten vorteilhafte Spiele auf dem Brett, aber schlossen zum Remis ab. Das ausgerechnet Artur verlieren würde, berichtete Bönsch, war nicht zu erwarten.

Nun gut, das Turnier ist noch lange und die erste Wertung aller ist die Brettpunktwertung. Im übrigen das letzte der internationalen Mannschaftsturniere von ECU und FIDE, die so gewertet werden. Ab der kommenden EM und WM zählen zunächst die Mannschaftspunkte. Mit den Brettpunkten lässt sich aber noch was reißen in Turin. Durch die 10,5 Punkte aus vier Spielen (im Schnitt noch immer positiv), wurde Deutschland heute gegen Mexiko gelost. "Hier wäre ich mit 3:1 ganz zufrieden, ergänzte unser Bundestrainer.

Was machen eigentlich die Frauen? Erreichten gestern gegen Ecuador ein Unentschieden mit 1,5:1,5 - auch hier überraschten die einzelnen Ergebnisse, obgleich auch Elisabeth Pähtz mit ihrem attraktiven Spielstil durchaus mal fehlgreifen kann. Ketino Kachiani gewann. Vera Jürgens remisierte. Es ist vielleicht gar nicht mal schlecht, langsam aber stetig zu punkten. Mit "Italien A" könnten auch die Frauen den Spieltag mit einem Sieg abschließen.

Und morgen ist erst mal frei. Was macht man am freien Tag? Genau, die Stadt erkunden. Wir lassen es ruhig angehen, war heute morgen aus Turin zu erfahren. Nach dem Frühstück werden wir einzeln oder in der Gruppe - je nach Geschmack - die Stadt erkunden und uns am frühen Abend nochmal zur Besprechung treffen. Wie überhaupt jeden Abend eine "Teestunde" das Mannschaftsgefüge der Deutschen stützt. Es wird die Einschätzung aller Beteiligten gehört, bevor die Bundestrainer entscheiden, in welcher Reihenfolge am kommenden Tag gespielt wird. Es kommt dabei insbesondere auf die persönliche Lage jedes einzelnen an, aber auch auf Farbausgleich und ganz bestimmte vom Gegner abhängige Schwächen und Stärken.

Übrigens hat sich in Sachen LIVE-Übertragung wirklich was getan. Nach den etwas herben Seitenhieben nun mal ein offizielles "Bravo, weiter so" an die italienischen Kollegen! Mit der Umstellung auf eine andere Übertragungstechnik funktioniert nun auch das Browsen mit dem IE inklusive Firewall ganz ausgezeichnet ohne größere Wartezeiten. Zwar ist die Ergebnisdarstellung noch etwas verwirrend, aber das kann sich ja auch noch ändern, gell? Apropos Darstellung. Wissen Sie denn nun, was die selten anzutreffenden Abkürzungen ICSC, IPCA und IBCA bedeuten? Ich hab mich kundig-machen-lassen und Michael Gründer, Co-Webmaster des DSB antwortet:

ICSC = International Committee of Silent Chess
IPCA = International Physically Disabled Chess Association
IBCA = International Braille Chess Association

Auf gehts an die Bretter: http://www1.chessolympiad-torino2006.org/sungam/round5_1.html
http://www1.chessolympiad-torino2006.org/sungam/round5_0.html


 

Starker Auftakt in Turin

Natürlich bezeichnete auch Bundestrainer Uwe Bönsch den gestrigen 4:0-Auftakt der Deutschen Mannschaft der Männer als 'Traumstart'. Südafrika war chancenlos. Diesen ersten Tabellenplatz nimmt uns erst mal keiner, fügte gestern scherzhaft auch Bernd Salewski aus dem Olympiadebüro hinzu, der als Vertreter der Stadt Dresden vor Ort ist. Er wird uns in den kommenden Tagen mit weiteren Bildern versorgen.

Auch Philipp Schlosser dürfte mit dem Ergebnis der Frauenmannschaft (2,5:0,5 gegen die Philippinen) sehr zufrieden sein. Überhaupt sind alle guter Dinge nach dem gelungenen Auftakt, zumal in beiden Mannschaften die locker heraus gespielten Siege ohne die nominellen Spitzenbretter erzielt wurden.

In Turin war es vor Ort vor allem eines: Nämlich hektisch. Man merkt den Mitarbeitern der Organisation vor Ort an, dass sie bemüht, aber auch überfordert sind. Ein extrem wichtiges Anschauungsbeispiel für die Dresdener Organisatoren, denn was uns Frank Jarchov gestern scherzhaft über seine Turinerfahrungen schrieb, hat sicher auch mehr als nur einen Funken Wahrheit.


Die Wahrheit!! (von Frank Jarchov)

war gegen 17 uhr in turin durch die stadt geirrt, von nichts eine ahnung gehabt, irgend ein hotel gesucht!! zimmer gebucht!!!

dann muehsam in der rezeption aus der zeitung rausbekommen, wo die eröffnungsveranstaltung stattfindet. war so langweilig, wie von thomas luther versprochen..... nationalteam zufällig auf parkplatz vom oval - wenig ist ausgeschildert!! weder in stadt noch sonstwo. stadiumovale gibt es dort
viele!!!!! tickets für eröffnungsveranstaltung einfach abgeschwatzt.

veranstaltung besucht!!! kinderorchester war das beste... bühnenorga chaotisch!!!! zum hotel zurück, stammitaliener gesucht, gefunden pizza gefuttert ca 1 uhr ins bett!!!

mogens um 8 uhr paar zeilen in hotellobby ins netz gekloppt!!! 5 euro 30 minuten!!!

lange und viel gefruehstueckt 5 euro wieder rausgegessen!!!!

stadtbummel in turin 2-3 stunden, zurueck zum stammitaliener, wollte was trinken, kleinigkeit essen, stammitaliener um 1 noch zu!!!!

ab zum oval per auto, vielleicht gibt es da was ??? sonst zumindest rechtzeitig da....... mit 50 leuten eingang am oval eingang gesucht, nach langem fußmarsch irgendeine seitentuer aufgemacht und drin!!!!!

keine kontrollen!!! alles frei zugaenglich!!! Bombe fuer 16 uhr plaziert!!!! hat auch nicht geklappt!!!! ging nicht hoch!!!!

dann pressebereich gesucht!!!! bis heute nicht gefunden!!!!

war aber bei der abteilung fuer bulletinerstellung!!!!, mein neuer freund aus dubai half mir beim versenden von 5 Bildern, sind aber nur drei stueck angekommen!!! Bildunterschriften fehlten wie 1, 5 stunden später erfahren, mittlerweile fast drei uhr... bretter sind frei!!!

hingeeilt!!!! auf einmal einlasskontrollen!!! komme nicht rein eine stufe fehlt!!!! missverstaendnis bei
ausweiserstellung!!!

Zurueckgelaufen. neuern ausweis angefordert!!! in drei minuten bekommen!!! zurueckgelaufen!!!!

reingekommen, deutsche mannschften gesucht!!!!!, geflucht!!!! noch mal geflucht!!!! keinerlei anschläge!!! was für mannschaften sitzen da eigentlich????

Bundestrainer gesichtet!!! mannschaft sitzend gesehen!!! fotos gemacht!!!!!

wo sind die frauen????

schlosser gesichtet!!!!!

frauen fotografiert!!!!!

noch mal prominente gesichter gesucht!!!!! was man aus schachzeitungen kennt !!!, fast nichts gefunden!!! die pausieren ja in der ersten runde!!!

mit bönsch und schlosser unterhalten!!!!!

lais angerufen!!!! 3-bilder-problem erfahren. geflucht!!!!! innerlich geschrien!!! aber ging nicht laut, da im turniersaal!!

bilder per salewski gemailt!!!!, email mit bildunterschriften eingeklopft..........

schon fast halb sieben!!!! kumpel von laskergesellschaftt getroffen!!! noch schnell ne cola und caffee getrunken.

zum auto geeilt!!!!!!

kumpel mit meinem mietwagen und schüssel noch nicht weg!!!!! aber sensibel aufgeregt!!!! hatte gott sei dank was zu essen gekauft!!!!

ca 19.30 stadtgrenze erreicht!!! turiner hatte mitleid und uns rausgeleitet!!! gegen 22.06 getankt in Norditalien!!!! dann über brenner zurueck!!! sind da berge??? konnte nichts erkennen !!!

kumpel um 02.00 uhr in muenchen rausgesetzt!!!

nach giengen gefahren !!!! 03.56 geht das Licht in der natur an !!!! 04.12 uhr auto abgestellt!!!!!

im bett beim schlafen zusammengebrochen !!!!

08.40 gestempelt im büro!!!!

geiler job, so'n pressi.