Schacholympiade 2008 in Dresden

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Anreise zur Schacholympiade

/images/uploads/ea53a50fff9b92cd69e118e8cf59961f.jpgvon B. Vökler
Zwei Tage vor Beginn der Schacholympiade reisen die ersten deutschen Spieler an. Georg Meier aus der Römerstadt Trier hat dabei vermutlich die weiteste Anreise. Die Strapazen sind ihm deutlich anzusehen.
Er bezieht die Suite im Hotel "Villa Seraphinum". Eigentlich für den Exweltmeister Anatoli Karpow vorgesehen, aber dessen Engagement für die JOM konnte schlußendlich nicht realisiert werden.
www.seraphinum.com
Das Bild zeigt ihn im Werder-Trikot und soll an seine kürzlichen Erfolge im Europa-Cup erinnern. Nötig ist es allemal, winkt doch gleich in Runde 1 mit China ein Brocken der Extraklasse. Allerdings muss man die endgültige Auslosung erst noch abwarten. Von Visaproblemen, über Reiseschwierigkeiten bis hin zu Geldmangel reicht die Liste der Unwägbarkeiten bei 152 gemeldeten Nationen

 

/images/uploads/5095adb404326c496e6a6e1ee3d90e9a.jpg

 

kurz vor der Olympiade...

Bericht von B. Vökler
In der Sportschule Bad Blankenburg
http://www.sportschule-badblankenburg.de/
bereiteten sich Anna Endress, Hanna Marie Klek und Georg Meier unter der Anleitung von Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler vor. Analyse der WM-Partien, Eröffnungsstudium und Aufgabenlösen standen auf dem Plan.
Falko Bindrich (Luzern)
http://www.sktribschen.ch
und Sebastian Bogner ( Bad Liebenzell)
http://www.sk-neuhausen.de/
spielen Turnier, um sich auf die Olympiade einzuspielen.
Dabei ist Sebastian Bogner mit 3,5 aus 4 Punkten zur Zeit auf GM-Norm Kurs. Hoffentlich handelt es sich nicht um eine "Frühform".
Niclas Huschenbeth und Arik Braun trainieren zu Hause.
Maria Schöne ( mit GM Alexander Naumann ) , Manuela Mader ( mit GM Zigurds Lanka) sowie Judith Fuchs ( mit FM Roland Voigt ) hatten persönliche Konsultationen auf dem Stundenplan.

Bis bald zur Olympiade!

 

JOM beim Europa Cup

Bericht von B. Vökler

Einige Nationalspieler und Jungolympioniken spielen beim Europacup in Halkidiki/ Griechenland.

In den Reihen vom deutschen Meister Baden Baden spielt Arkadi Naiditsch. Ob es für den ganz großen Wurf reicht, hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Die Süddeutschen sind an vier gesetzt.

Werder Bremen muss auf einige seiner Spitzenspieler verzichten und setzt deshalb Georg Meier (JOM) am ersten Brett ein.

Mühlheim Nord spielt mit einer durchweg guten Mannschaft mit Daniel Fridman am dritten Brett.

Für Hohemems/Österreich gehen David Baradmidze und Arik Braun (JOM) ins Rennen.

Bei den Frauen startet Elisabeth Pähtz für ihr russisches Team Saratov.

http://chess-results.com/tnr14481.aspx?lan=0

 

Schachbriefmarke mit Sarah Hoolt und Maria Schöne

/images/uploads/7600cc25a49e814bf599294eb700bde4.jpgInfo von B. Vökler
Manfred Herbold - landauf, landab nur unter dem Namen "Der Schachtherapeut" bekannt - ist es nun gelungen, unsere beiden Olympionikinnen Sarah Hoolt und Maria Schöne auf Briefmarke zu pressen. In zwei bis drei Wochen kommt die Marke in einer Auflage von nur 100 Stück auf den Markt.
Einen kleinen Schönheitsfehler hat das Teil aber. Sie darf nur in Österreich auf Postsendungen verwendet werden. In Deutschland sind zwar seit einiger Zeit auch persönliche Briefmarken erlaubt, doch haben die den Makel, das man ihnen ansieht, das sie aus privater Hand stammen.

 

JOM im Einsatz

Beitrag von B. Vökler
JOM-Spieler Georg Meier kämpft gemeinsam mit den deutschen Nationalspielern/ GM-Kollegen Daniel Friedman, David Baramidze, Thomas Luther im englischen Liverpool um die Krone der Europäischen Union.
http://www.liverpoolchessinternational.co.uk/pairings_results/rd1.htm


Offensichtlich ist es in England gelungen, Sponsoren für diese Meisterschaft zu gewinnen. Die Teilnahme von Michael Adams, Etienne Bacrot und Nigel Short spricht für sich.

Am Sonntag startet in Herceg Novi/ Montenegro die Europameisterschaft U10-U18.

http://www.euroyouth2008.com/


Nationalspielerin Melanie Ohme, die JOM-Spielerinnen Judith Fuchs, Manuela Mader und Hanna Marie Klek spielen in neun Runden um den Titel. Insbesondere Melanie brennt auf ihre erste internationale Einzelmedaille. Aber auch Judith Fuchs (zuletzt in Nürnberg LGA) und Hanna Marie Klek (U14) sind gut in Form. Manuela Mader spielte einen guten Länderkampf und kann hoffentlich locker und unverkrampft aufspielen.
Medaillenchancen sehe ich in der U16 für Andreas Heimann und in der U12w für Filiz Osmanodja.
Aber auch die anderen deutschen Starter sind für manche Überraschung gut. Zum Trainerstab gehören David Lobzhanidze, Yaroslav Srokovskiy und Steve Berger. Delegationsleiter werde ich sein.

 

Vorbereitung zur Schacholympiade

/images/uploads/6f2dfc8006a342d0c34b088846b3eeca.jpgvon B. Vökler
Bei einem Vorbereitungslehrgang auf die Schacholympiade in Bad Blankenburg arbeitete die JOM mit verschiedenen Trainern zusammen.
Christopher Lutz referierte zu Sizilianischen Strukturen. Jan Gustafsson weihte die Jungs in die Geheimnisse seiner Vorbereitungsküche ein. Uwe Bönsch konnte wertvolle Hinweise zu Ablauf, Vorbereitung und Mannschaftsklima während der Schacholympiade geben.
Melanie Ohme und Sarah Hoolt wurde für ihre Nominierung in die Nationalmannschaft beglückwunscht. Auch die neuen JOM Spielernnen erhielten ein kleines Buchpräsent.
Parallel dazu bereiteten sich die jüngeren Kaderspieler und EM/WM-Starter auf die Saisonhöhepunkte JuniorenWM im August, EM im September und WM im Oktober vor. Die Spitzentrainer David Lobzhanidze, Jaroslav Srokovskiy, Bernd Vökler, Roman Vidonyak und Steve Berger hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet.
Neben täglich acht Stunden Schachtraining kam trotz der Hitze auch der Ausgleichssport mit täglich zwei Stunden nicht zu kurz

 

Die JOM im August

von B. Vökler
Juniorenweltmeisterschaften
Im türkischen Gaziantep starten die U20 Weltmeisterschaften mit drei deutschen Medaillenhoffnungen. Die Nationalspieler GM David Baramidze ( 2004 Vizeweltmeister U16), WFM Sarah Hoolt ( Silbermedaille Mitropacup 2008) und JOM-Spieler IM Arik Braun ( Weltmeister 2006 U18 ) vertreten die deutschen Farben.
Trainiert werden sie vom ungarischen GM Zoltan Ribli, der auch den Österreicher GM Markus Ragger mit betreut.

http://wjcc2008.tsf.org.tr/component/option,com_frontpage/Itemid,1/lang,en/


Meisterschaft der europäischen Union
Im österreichischen Mureck starten die U8 bis U14 Meisterschaften der EU.
Für Deutschland gehen an den Start:
U8 Florian Dürr
U10 Leonid Sawlin ( Silbermedaille DEM U10 2008)
U12 Phillipp Kyas
U14 Dominik Nöttling ( startet höher!)
A-Trainer Holger Borchers trainiert die kleine Delegation und hofft auf gute Platzierungen.

http://www.jugendschach.at/


Young Masters Hengelo
In Holland findet ein halboffenes Turnier für aufstrebende Meister statt. Sebastian Bogner (Foto) will seine erste GM-Norm unter Dach und Fach bringen.

www.onjk.nl

Letzte Meldung:
Falko Bindrich erreicht in Biel mit 8 aus 11 Platz 8

http://bielchessfestival.ch/cms/

 

Junioren Länderkampf

/images/uploads/d2893e4623a9adf1169bb048cc1067a3.jpgvon B. Vökler
In Vorbereitung auf die Schacholympiade bestreitet die Jugendolympiamannschaft einen Länderkampf gegen eine russische Juniorenauswahl vom 20. bis 28. August 2008 in Neustadt an der Weinstraße.
Austragungsort ist das Panorama Hotel in der Lounge hoch über den Dächern von Neustadt.
Ausrichter ist die Karpov Schachakademie Rhein-Neckar in Kooperation mit dem Deutschen Schachbund e.V..
Der Oberbürgermeister von Neustadt, Herr Hans Georg Löffler übernimmt die Schirmherrschaft.
Das Auswärtige Amt unterstützt den Länderkampf aus Mitteln der Sportförderung mit Russland.
Gespielt wird an jeweils vier Brettern doppelrundiges Scheveninger System. Beginn der Partien ist 14.00 Uhr. Der frei Tag ist am 24. August geplant.
Deutschland spielt bei den Jungen folgender Aufstellung:
GM Georg Meier
GM Falko Bindrich (Runde 1 bis 4)
IM Arik Braun ( Runde 5 bis 8)
IM Sebastian Bogner
Niclas Huschenbeth

Bei den Mädchen gehen folgende vier Spielerinnen an den Start:
WFM Sarah Hoolt
WFM Judith Fuchs
Maria Schöne
Anna Endress

Während wir bei den Jungen durch das Fehlen der Stars, wie Ian Nepomnachtchi oder Dmitry Andreikin sogar eine leichte Favoritenrolle einnehmen, haben die Mädchen nur Außenseiterchancen.

Unter www.schachregion.de kann man die Partien live verfolgen und alle Neuigkeiten und Ergebnisse abrufen.

 

JOM für Olympia!

/images/uploads/374bd4ea1a837081dc0d160dd24c33e0.jpgAm Freitag, den 11. Juli, gab Bundestrainer Uwe Bönsch die Besetzungen der vier Olympiamannschaften bekannt. In der Nationalmannschaft der Herren spielen die einzigen A-Kaderspieler Arkadij Naiditsch, der amtierende Deutsche Meister Daniel Fridman und Jan Gustafsson. Die Mannschaft wird ergänzt durch den eingebürgerten Igor Khenkin und B-Kaderspieler David Baramidze.
Bei den Damen führen die A-Kaderspielerinnen Elisabeth Pähtz, Marta Michna und Ketino Kachiani-Gersinska die Mannschaft an. Melanie Ohme (B-Kader) und Sarah Hoolt (C-Kader) ergänzen die Mannschaft. Nicht berücksichtigt wurde B-Kaderspielerin Vera Jürgens, die dritte B-Kaderspielerin Manuela Mader bekommt einen Platz in der Jugendolympiamannschaft.
Zur weiblichen Jugendolympiamannschaft gehören weiterhin: Judith Fuchs (C-Kader), Maria Schöne (C), Anna Endress (DC) und Hanna-Marie Klek (DC). Besonders die Nominierung von Klek (im Bild mitte zwischen Maria Schöne (links)und Anna Endress) kommt überraschend. Die 13jährige erhielt den Vorzug gegenüber den älteren und stärkeren DC-Kaderspielerinnen Jekaterina Jussupow und Elena Winkelmann.
Für die männliche Jugendolympiamannschaft wurden die B-Kaderspieler Georg Meier, Arik Braun und Falko Bindrich und die C-Kaderspieler Sebastian Bogner und Niclas Huschenbeth nominiert.

 

Die JOM im Sommer

von B. Vökler
aus den Reihen der JOM und der jugendlichen DSB-Kader werden in den Sommerferien viele Turniere bestritten; hier eine kurze Auflistung ohne Anspruch auf Vollständigkeit!

Am 08.07. reisen Andreas Heimann, Julian Jorczik, Felix Graf und Johanna Bluebaum zum Dvorkovich-Cup nach Moskau. Am Acht-Länderturnier U16 nehmen außer dem Gastgeber noch China, Indien, Ukraine, Armenien u.a. teil.
www.russiachess.org
[ohne Gewähr!!]

Am 10.07. beginnt für Georg Meier das geschlossene Rundenturnier am Lake Sewan in Armenien. In der Höhle des Löwen warten bärenstarke Armenier gemixt mit einigen anderen Großmeistern auf den Trierer.
www.armchess.am

In Dresden gehen Judith Fuchs und Maria Schöne ab 18.07.an den Start.
www.schachfestival.de

In Pardubice versuchen Manuela Mader, Sebastian Bogner, Niclas Huschenbeth, Melanie Ohme, Sarah Hoolt und viele andere deutsche Kader die eine oder andere Titelnorm zu ergattern.
http://www.czechopen.net/


Parallel versucht Falko Bindrich in Biel sein Glück.
http://www.bielchessfestival.ch


Alle wieder vereint trainieren sie dann Ende Juli in Bad Blankenburg auf die Olympiade hin.

 

Bericht4 MEM Szeged Abschluss

/images/uploads/cfea89a051ce0626687a1d43453f7d2a.jpgvon B. Vökler
Nach einer guten fünften Runde mit 7 Punkten aus 10 Partien folgte das deutsche Waterloo. Die Vierermädchen prallten auf Spanien. Mit durchschnittlich 300 Punkten mehr und Vallejo Pons als Coach bügelten sie uns gnadenlos weg. Einzig Anna Endress kam zu einer kurzzeitigen Attacke auf den schwarzen Drachen von Valmano. Dieser blieb jedoch cool und Anna auf den Trümmern ihrer Stellung sitzen.
Nicht besser machten es die Jungen. Kroatien war nur an eins und zwei Favorit und schien hinten durchaus schlagbar. Leider spielten uns die Nerven einen Streich und zu allem Überfluss kippte eine Position nach der anderen in Zeitnot.
So kam nach einem Einsteller von Filiz aus guter Stellung heraus nur Saskia Stark zu einem halben Punkt.
In Runde sieben passierte nicht mehr viel und das Klassement wurde kaum noch bewegt. Polen heißt in beiden Turnieren der überlegene Gewinner. Waren es bei den Mädchen durchaus einige Glücksmomente, konnten sich die jungen Polen an jedem Brett gut Punkte holen.
Die Gastgeber sind trotz der Medaille sicherlich enttäuscht.
Das deutsche Fazit ist durchwachsen. Die Mädchen belegen Platz 5, sehr gut! Filiz Osmanodja kann , wenn sie ihre Zeitnot in den Griff bekommt, viele stärkere Spielerinnen sogar schlagen. Saskia Stark nutzte ihren ersten internationalen Auftritt zur Werbung in eigener Sache. 50% sind achtbar.
Die Mädchenvierermannschaft hatte einige gute Kämpfe, aber auch einige Katastrophen zu verarbeiten. Melanie Ohme erzielte eine WIM –Norm, ihre dritte zum Titel. Manuela Mader, Anna Endress und Hanna Marie Klek spielten insgesamt zu schwankend in ihren Partien.
In der Jungenmannschaft konnte außer Sebastian Kaphle niemand ELO gut machen, bzw über 50 % scoren. Patrick Zelbel spielte gehemmt, Jens Kotainy brachte sich immer wieder in Zeitnot und Stefan Kaphle rechnete regelmäßig den Gegner stark.
Mein Dank an die Organisatoren für eine gelungene Meisterschaft und für das Fussballmatch Deutschland – Ungarn welches wir durch zwei Tore von Filiz Osmanodja mit 3 zu 2 für uns entschieden. Der Halbzeitstand war –logisch- 0:2 , das Wunder von Szeged.
Bedanken möchte ich mich ebenfalls bei Jens Uwe Maiwald! Er kann mit einem fünften Platz für die „Deutschland-Dresden-Damen“ zufrieden die Heimreise nach Sachsen antreten.
Zur Siegerehrung schaute der berühmteste Schachspieler von Szeged kurz vorbei. Peter Leko plauderte entspannt über die Vorbereitung auf das große Dortmunder Turnier.

 

Bericht 3 Szeged

/images/uploads/89166bec15df7f7c7f395ffbe7e117dc.jpgvon B. Vökler
Nachdem am Dienstag dreimal gewonnen wurde, kam heute der spielfreie Tag.
An der Stadtführung [Bild ] nahmen leider nur drei Delegationen teil. Deutschland war vollzählig vertreten, da ich der Auffassung bin, dass zu einem Schachturnier nicht nur 7 Runden und ein Flugzeug gehören. Land und Leute kennen zulernen ist ebenfalls ganz wichtig. So erfuhren wir viel Wissenswertes über die Geschichte und historische Entwicklung von Szeged aber auch von ganz Ungarn.
Im Jahre 1879 überflutete die Theiss [Bild] Szeged komplett und die Stadt stand über 5 Wochen anderthalb Meter unter Wasser. Danach musste sie neu aufgebaut werden. Lajos Tisza [Bild] zeichnete dafür verantwortlich. Mit der Hilfe von europäischen Großstädten, wie Paris, London, Wien u.a. entstand eine Stadt am Reißbrett [Bild ]. Im Stadtplan finden sich gewisse Parallelen zu Paris, wobei Szeged allerdings als Halbkreis mit Ringstraßen und Avenues geplant wurde.
Vom zentralen Szechenyi Platz [ Bild ] aus gelangt man zu Fuß sehr schnell an alle Sehenswürdigkeiten. Theater, Rathaus, Art Nuvo Palais [ Bilder] wurden liebevoll und mit Hilfe der EU restauriert. Szeged im Süden von Ungarn hat ein angenehmes fast mediterranes Flair mit vielen Parks und Springbrunnen. [ Bild ].
Allenthalben erinnern Statuen an die wechselvolle Geschichte der Ungarn. Vor 1300 Jahren aus Osten eingewandert, besiedelten die Ungarn die fruchtbare Tiefebene zwischen Donau und Theiss. König Stefan [Bild ] sorgte für die Christianisierung der heidnischen Stämme und Ungarn wurde in „Europa“ akzeptiert. Nach türkischer Besatzung und Habsburger Vorherrschaft sorgte die KuK Monarchie Ende des 19. ten Jahrhunderts für Schlagzeilen. Kaiserin „Sissy“ [Bild ] galt als ungarnfreundlich und erlernte sogar die „schwierige“ Sprache. [Ich entdecke keine mir bekannten Lautbilder in ungarischer Sprache. ]
Heutzutage sind die Universität und der kolossale Dom [Bild] das Stadtbild prägende Bauwerke und die über 10000 Studenten machen Szeged zu einer jungen dynamischen Großstadt, der viergrößten von Ungarn.
Schach wurde auch gespielt:

 

/images/uploads/63b1d76cbd255004ab4eedc39bdfff87.jpgIn der Partie Kotainy (GER) gegen Varga (SVK) kam es zu folgender Position:
In der Partie folgte: 1...gxh5 2. Lf6 Dd5 3. Dxd5 exd5 4. Sf4 Kh7 5. Sxh5 Sxh5 6. Txh5+ und Weiß hat remis sicher. Später fand Jens Mit Kf3,Kf4 und Th3 die entscheidende Drohung.
Dieser Sieg war ausschlaggebend für das 2,5 zu 1,5 gegen die höher eingeschätzten Slowaken.
Wer kann Vorschläge zur Verbesserung des schwarzen Spiels machen?

 

Bericht 2 MEM Szeged

/images/uploads/6663d8eee9a7a843d47eb4dc93a8104f.jpgvon B. Vökler
Nach drei gespielten Runden liegen die deutschen Mannschaften im Mittelfeld. Einige Spieler ( Melanie Ohme, Sebastian Kaphle und Stephan Kaphle (im Bild jeweils außen zwischen den Mitspielern Jens Kotainy und Patrick Zelbel) rangieren bei 2 aus 3 Punkten überdurchschnittlich).
In der heutigen Bergwertungsrunde ( 4von 7) entscheidet sich der weitere Turnierweg. Die Mädchenmannschaft hat mit Slowenien eine lösbare Aufgabe. Einen Sieg vorausgesetzt ist ein Blick nach oben gestattet.
Die Jungenmannschaft trifft auf die Slowakei. Als Außenseiter gestartet, besteht die theoretische Chance durch gute Partievorbereitung und etwas Glück einen „Lucky Punch“ zu landen.
Die Mädchenmannschaft kam in Runde 2 zu ihrem ersten Sieg gegen die höher eingestuften Kroaten. Filiz Osmanodja gewann ihre Partie souverän. In Runde drei waren die Polinnen mit der Exweltmeisterin Klaudia Kulon am Rande der Niederlage. Leider spielte Filiz die Zeitnot einen Streich und sie verpatzte ihre Gewinnstellung. Saskia Stark hielt lange Zeit gut gegen und kam zu einen leistungsgerechten Unentschieden.
Die Stimmung ist allgemein gut und das Weiterkommen der Deutschen in Wien tat ein Übriges.

 

Mannschaftseuropameisterschaft U18

/images/uploads/8c68836db12749af109db23490e1e109.jpgAm Freitag, dem 13.06. 2008 ( was für ein Omen!) startet die Mannschaftseuropameisterschaft U18 im ungarischen Szeged.
Deutschland ist mit drei Teams vertreten, wobei die weibliche Vierermanschaft als Novum im Feld der Jungen antreten wird. WFM Melanie Ohme und WFM Manuela Mader (Bild) werden ihre männlichen Kontrahenten ganz schön ins Schwitzen bringen! Das ganze ist als Vorbereitung auf die Schacholympiade konzipiert und da passt eine Vierermannschaft einfach besser.

 

/images/uploads/2f4be4be6cc42c817d209ecf5eb8ff8e.jpgKomplettiert wird das Team durch Anna Endress (Bild) und Hanna Marie Klek . Beide bewerben sich um den zu besetzenden Platz in der weiblichen JOM.
Die reine Jungenmannschaft ist vom Alterdurchschnitt die jüngste im Feld. Man kann hoffen, dass durch gute Vorbereitung und Motivation das eine oder andere Spitzenteam in Gefahr gebracht werden kann. Favoriten sind die Gastgeber und Spanien jeweils mit 25++ am ersten Brett.
Nähere Infos fndet man unter
www.chess.hu

 

/images/uploads/7f5ff2fca1c424499cc6bc3bd3cb9507.jpgDas Mädchenteam bestehend aus den beiden Dresdnerinnen Saskia Stark und Filiz Osmanodja [im Bild beide nebeneinander)stellt den Wechsel auf die Zukunft dar. Filiz wurde kürzlich Deutscher Meister U12 und bringt ein hohes Potential mit. Inwieweit sie den deutlich älteren und erfahrenen Teams Paroli bieten werden, bleibt abzuwarten.
Großmeister Jens-Uwe Maiwald und Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler begleiten die Mannschaften

 

Mitropa: Silber für die Frauen

/images/uploads/d0200eeab3308852e91c6fc90921e2e2.jpgvon B. Vökler
Das deutsche Frauenteam hat beim Mitropa Cup in Olbia die Silbermedaille gewonnen. Sarah Hoolt und Maria Schöne haben das Turnier bis zur Schlussrunde angeführt, mussten sich aber da den routinierteren Italienerinnen Sedina und Zimina geschlagen geben. Auch Silber ist ein schöner Erfolg für die junge deutsche Frauenmannschaft. Die Männermannschaft mit David Baramidze, Arik Braun, Alexander Naumann und Niclas Huschenbeth kam nach schlechtem Start erst zur Turniermitte in Fahrt und erreichte am Ende den fünften Platz. Sieger wurde Kroatien (Bild). Bester Spieler des Turniers war Fabiano Caruana mit 7,5 aus 9 (Leistung: 2810). Bei den Frauen waren Sarah Hoolt und Maria Schöne die besten Spielerinnen

Turnierseite

Statistiken bei chess-results

Endstand Schlußrunde

 

Die Fantastische Melanie in Breitungen

/images/uploads/1f72949f8296f9c963c21c91e1122afe.jpgZur 1075 Jahrfeier hat der südthüringische Ort Breitungen einiges auf die Beine gestellt.
www.breitungen.de

In einer Reihe mit den Fanta 4 , City oder den Kastelruther Spatzen sorgt Melanie Ohme für Unterhaltung beim Simultan.
Am Sonnabend, dem 24.05.2008 wird sich die neue Deutsche Meisterin aus Leipzig der Herausforderung stellen. Geplant sind etwa 25 Bretter gegen Kinder und Jugendliche des örtlichen Schachvereins sowie gestande Bezirks- und Landesligaspieler.
Spielort ist um 14.00 Uhr das Hotel Wittgenthal.
http://www.wittgenthal.de/
Vielleicht kann der schachinteressierte Smudo sein warm Up unterbrechen und sich der charmanten Herausforderung stellen.
Bär Läsker, der Manager der Fanta 4 und Jurymitglied bei DSDS könnte hier sicher den Superstar der deutschen Jugend-Schachszene, die fünffache Spielerin des Jahres, Melanie Ohme begutachten.
Nach der anstrengenden Simultanvorstellung kann Melanie dann abends bei den Jungs abrocken!

 

Die JOM im Mai

Im Mai stehen viele interessante Herausforderungen vor den JOM Spielern.

Niclas Huschenbeth und Sebastian Bogner begeben sich auf die Jagd nach der Großmeisternorm. Gesammelt werden die begehrten GMSkalps (hoffentlich) in Hamburg. Bei der 11. Internationalen Hamburger Meisterschaft http://www.hamburger-schachverband.de/

Melanie Ohme und Manuela Mader versuchen ihre Landesverbände in der Medaillenwertung bei den Jugendmeisterschaften von Deutschland in Willingen voranzubringen. Beide sind Titelfavoriten in der U18 w.
zu beobachten unter http://www.dem2008.de

Sarah Hoolt und Arik Braun vertreten Deutschland beim Mitropa-Cup. Als Teil der deutschen Nationalmannschaft werden sie um eine Medaille kämpfen wollen.
http://www.federscacchi.it/mitropa

Georg Meier spielt im Finale der französischen Mannschaftsmeisterschaft für sein Team in Vandoeuvre
http://www.echecs.asso.fr/Equipes.aspx

 

Interview mit Georg Meier

/images/uploads/09d4b6c6205c30cf90edcc5ed96a4f6e.jpg





























Dejan Bojkov sprach mit Georg Maier in Povdiv, wo Meier die Erstrundenaufgabe ( http://www.chessbase.de/2008/plovdiv/meier/meierrunde1.htm )
ohne Mühe meisterte...

Wann hast Du angefangen, Schach zu spielen?
Die Regeln habe ich von meiner Mutter gelernt, als ich drei oder vier Jahre alt war. Aber erst als ich neun war, haben wir entdeckt, dass es Vereine und Turniere gibt. Ich fing an in Kinderturnieren zu spielen und kurz vor meinem dreizehnten Geburtstag habe ich das erste Mal an einem Open teilgenommen. Verglichen mit dem Standard der Generation junger GMs hatte ich einen sehr langsamen Start.

Wer war Dein erster Trainer?
Am Anfang habe ich fast ausschließlich mit Büchern gearbeitet, bis ich 2001 ein bisschen mit GM Lev Gutman trainiert habe.

Wer hat am meisten zur Verbesserung Deiner Spielstärke beigetragen?
Eindeutig GM Vladimir Chuchelov, mit dem ich seit 2002 trainiere. Er hat mich den ganzen Weg von einem Spieler mit 2140-Elo zum Großmeisterlevel begleitet! Wichtig waren auch die Bücher von Vasily Smyslov, die ich intensiv studiert habe, als ich jünger war. Sie haben viel zur Entwicklung meines Positionsspiels beigetragen. Er ist immer noch eins meiner Schachidole.

In den letzten zwei Jahren hast Du rasante Fortschritte gemacht: Du wurdest Großmeister und Deine Elo-Zahl ist enorm gestiegen? Woran liegt das?
Das begann, nachdem ich mein Abitur gemacht habe. Ich hatte in den letzten Jahren auf dem Gymnasium einfach zu wenig Zeit für Schach. Aber nach meinem Abitur hatte ich den starken Wunsch, zumindest GM zu werden. Ich beschloss, den Beginn meines Studiums ein Jahr hinauszuzögern und mich nur aufs Schach zu konzentrieren. Das erste Jahr war ein bisschen schwierig, aber dann zahlte sich meine Arbeit allmählich aus, ich machte eine GM-Norm nach der anderen und verbesserte meine Elo-Zahl in fast jedem Turnier.

Ich betrachte mein eigenes Spiel sehr kritisch und analysiere sehr sorgfältig, eine Einstellung, die sicher dazu beigetragen hat, dass ich besser wurde.

Letztes Jahr in Eriwan, in Armenien, hattest Du sehr gute Chancen, Jugendweltmeister zu werden, aber hast in der letzten Runde gegen Ahmed Adly verloren. Was ist da passiert?
Meine Erinnerung an dieses Turnier ist noch frisch, da dies trotz der Niederlage in der letzten Runde das beste Ergebnis war, das ich je bei einer Weltmeisterschaft erzielt habe – aber auch die größte Enttäuschung meiner noch jungen Karriere.Solch ein 13-rundiges Turnier kostet eine Menge Energie. Ich habe während des gesamten Turniers sehr schlecht geschlafen und außerdem habe ich mir eine Lebensmittelvergiftung eingefangen und wurde krank. So war ich nach nur zehn Runden schon sehr erschöpft, da ich immer nur an den Spitzenbrettern gespielt habe und von allen Teilnehmern die stärksten Gegner hatte.

Aus Erfahrung weiß ich, dass Krankheit – wenn sie nicht allzu ernsthaft ist – einen nicht daran hindert, gutes Schach zu spielen. Aber sobald einmal ein bestimmter Punkt erreicht ist, sind die Batterien einfach leer. In der letzten Runde kommt es meistens vor allem darauf an, wie viel Energie man noch hat und nicht mit welcher Farbe oder gegen welchen Gegner man spielt.

In der letzten Runde gegen Ahmed habe ich ungewöhnlich langsam gespielt und bin irgendwann aus Erschöpfung zusammengebrochen – in einer ungefähr ausgeglichenen Stellung, die ich normalerweise nicht verlieren würde. Wie man sich nach einer solchen Partie fühlt, kann man nicht beschreiben.

Du bist Teil der zweiten deutschen Mannschaft bei der Olympiade in Dresden. Wer gehört sonst noch zum Team?
Die anderen Teammitglieder sind unser berühmter Arik Braun, der 2006 U-18 Weltmeister wurde, Falko Bindrich, der mit 17 bereits GM ist, sowie IM Sebastian Bogner and Niclas Huschenbeth.

Wie unterstützt euch der Deutsche Schachbund bei der Vorbereitung auf die Olympiade?
Er übernimmt die Kosten für etliche wichtige Turniere und etwa drei- bis viermal im Jahr organisiert er Trainingssitzungen für die Jugendmannschaft. Auf der Trainerliste stehen so berühmte Namen wie Yusupov, Dorfman, Karsten Müller und in der letzten Zeit vor allem Ribli, mit dem mir das Training am meisten Spaß macht. Mit Spielern aus dem „goldenen Zeitalter“ des Schachs zu trainieren, ist etwas ganz Besonderes. Einfach deshalb, weil sie Schach auf klassische Weise gelernt haben, und wenn man mit ihnen arbeitet, dann spürt man ihre Liebe zum Schach. Für mich ist das immer sehr schön und bereichernd. Da er herausragt, erwähne ich Anatoly Karpov gesondert. Das Jugendteam hat auch ein paar Trainingssitzungen mit ihm absolviert, und wenn man strategische Stellungen verstehen will, dann kann es nichts Besseres geben, als mit diesem Schachgenie zu analysieren.

Die Unterstützung, die wir zur Zeit vom Deutschen Schachbund erhalten, ist allerdingsaußergewöhnlich, denn dies ist die Vorbereitung auf die Olympiade in unserem Land. Nach diesem großen Ereignis hört das leider alles auf.

Hast Du einen regelmäßigen Trainer?
Nicht mehr, aber ich arbeite immer noch mit Chuchelov, im Vergleich zu den ersten Jahren unserer Zusammenarbeit allerdings nur noch sehr selten. Meistens arbeite ich allein und wann immer es möglich ist auch mit Schachfreunden von mir, was natürlich viel mehr Spaß macht.




 

/images/uploads/99348529d9501712f09390525e378b1f.jpgWelche Sprachen sprichst Du?
Nur ein paar der wichtigsten: Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch. Ich möchte in der Zukunft noch mehr lernen, zum Beispiel Russisch

Treibst Du Sport?
In letzter Zeit nicht mehr regelmäßig, was ein großer Fehler ist; mit Sicherheit wiegt dieser Fehler schwerer, als ein paar Eröffnungsvarianten nicht zu kennen.Aber ich habe mir für kommenden Sommer ehrgeizige Ziele gesetzt. Wenn ich wieder zu Hause bin, dann werde ich mich zwingen, jeden Morgen Laufen zu gehen und Yoga zu machen. Ich bin überzeugt, dass das allein meine Ergebnisse schon sehr verbessern wird.

Was ist Dein absolutes Lieblingsschachbuch?
Endgame Virtuoso von Vasily Smyslov

Was erwartest Du von Plovdiv und Bulgarien?
Das ist das erste Mal, dass ich in Bulgarien bin und leider weiß ich nur sehr wenig über Dein Land. Aber ich habe gelesen, dass Plovdiv eine historisch einzigartige Stadt ist und ich hoffe, ich werde sie mit vielen schönen Erinnerungen verlassen!

Welches Ziel hast Du für die Europameisterschaft?
Ich fühle mich in der Rolle des Außenseiters wohl – und dazu gehöre ich als Nummer 130 der Setzliste mit Sicherheit – da ich dann ohne Druck spielen kann. Ich werde einfach versuchen, gutes Schach zu spielen und hoffe, gut in Form zu sein. Dann gibt es sicher eine Chance, sich für den World Cup zu qualifizieren. Letztes Jahr war ich in einer vergleichbaren Situation (da war ich sogar nur ungefähr Nummer 200 auf der Setzliste) und schied erst im Tie-Break um die Qualifikationsplätze aus.

Erzähl uns noch ein bisschen mehr über Schach in Deutschland. Die deutschen Spieler sind sehr diszipliniert und gebildet! Warum ist das so, was ist der Grund dafür?
Es wird viel für den durchschnittlichen Vereinsspieler gemacht, da es viele offene Turniere gibt – vor allem die Chess Classic in Mainz, die viele Amateure anziehen und auf breites Interesse stoßen. Andererseits gibt es für Spieler auf meinem augenblicklichen Niveau fast keine Turniere in Deutschland, in denen ich gegen stärkere Gegner antreten kann, was so wichtig ist, wenn man sich weiter verbessern will. Deshalb spiele ich, von der Bundesliga einmal abgesehen, nur selten in Deutschland.

Ausnahmslos alle ursprünglich aus Deutschland stammenden deutschen Spieler gehen aufs Gymnasium, bis sie 18 oder 19 sind. Dann konzentrieren sie sich eine gewisse Zeit aufs Schach und fangen danach an zu studieren. Während ihres Studiums spielen sie nur noch gelegentlich Schach, mehr als Hobby. Es ist sehr selten, dass sich jemand dafür entscheidet, dauerhaft Schachprofi zu werden. Und das ist leicht nachzuvollziehen, da man mit den meisten normalen Jobs sehr viel mehr Geld verdient als mit Schach. Schachprofi zu sein, wird in der deutschen Gesellschaft außerdem als etwas „sehr Exotisches“ angesehen. Ich glaube, in Deutschland kann man vom Schach nur gut leben, wenn man entweder ein sehr guter Trainer ist oder dauerhaft Platz Eins oder Zwei der nationalen Rangliste belegt.

Die „deutsche Disziplin“ liegt in der deutschen Mentalität begründet; es gibt ein typisches Sprichwort: “In Frankreich arbeiten die Leute, um zu essen, in Deutschland essen die Leute, um zu arbeiten.” Übrigens gefällt mir Frankreich sehr gut :)

Gibt es spezielle Programme, um Schach in Schulen oder in der Armee in Deutschland zu fördern?
In den letzten Jahren hat sich Einiges in Bezug auf Schach-in-der-Schule Programme getan und sie werden immer beliebter. Das liegt zum Teil daran, weil die deutschen Schüler im PISA-Test schlecht abgeschnitten haben, was in Deutschland zu einer großen Diskussion geführt hat, wie man die Ausbildung verbessern kann.

In der Armee gibt es ein Programm zur Förderung von Spitzensportlern. Nach zwei Monaten Grundausbildung werden sie von weiterem Armeedienst freigestellt und erhalten ein monatliches Gehalt, damit sie sich auf ihre Karriere als Sportler konzentrieren können. Schach ist Teil dieses Programms, aber Schachspieler können nur ein oder zwei Jahre dabei bleiben, während Profisportler aus anderen Disziplinen so lange in dem Programm bleiben können, wie sie zu den Besten des Landes gehören. Im Moment befinden sich Elisabeth Pähtz, Arik Braun und David Baramidze in diesem Armeeprogramm.
Danke für das Gespräch und viel Glück im Turnier!


 

Die Europameisterschaft der Frauen und Männer in Plovdiv

Bericht von B. Vökler
Die Europameisterschaft der Frauen und Männer in Plovdiv beginnt am 21.04.2008.
http://chess-results.com/Welt.aspx?tnr=12085&mm=0&m=1&MZ=5107

Von der JOM nehmen 4 SpielerInnen das Rennen um die begehrten Qualifikationsplätze zum Weltcup auf.
Melanie Ohme wird versuchen, ihre Ambitionen auf einen Platz in der Nationalmannschaft zu untermauern.
Möglicherweise kommt es bereits in Runde 1 zum Duell mit der Deutschen Nummer eins, Elisabeth Pähtz.
Goerg Meier nutzt hoffentlich den Schwung des zweiten Platzes seines Vereins Werder Bremen ( nicht im Fussball!) und kann ähnlich wie 2007 in Dresden auftrumpfen.
Arik Braunist ebenfalls mit von der Partie. Selbstbewusst gibt der Sportsoldat 8 Punkte aus 11 Runden als Zielstellung an.
Falko Bindrich komplettiert das Quartett. Er kann ebenfalls auf positive Erfahrungen von der letzten Europameisterschaft zurückblicken. Er rechnet vom Setzlistenplatz her mit einem Knaller in Runde 1.

Unnötig zu erwähnen, dass alle vier zur Wahl zum Spieler des Jahres bei der DSJ stehen.

http://www.deutsche-schachjugend.de/internetschach/spielerdesjahres/2007/

 

Länderkampf der JOM

/images/uploads/50541d3e97f4b35f82fba111da57db3a.jpgBild: Mitglieder der JOM vor dem Training mit Karpow

Zur Vorbereitung auf die Schach-Olympiade in Dresden findet vom 19. bis zum 29. August 2008 ein Junioren-Länderkampf zwischen Deutschland und Russland in Neustadt an der Weinstraße statt. In einem Gespräch am vergangenen Freitag im Panorama Hotel am Rosengarten in Neustadt, einigten sich Vertreter der Karpow-Schachakademie, des Fördervereins Kultur und Sport Metropolregion Rhein-Neckar, des Panorama Hotels und des Deutschen Schachbundes über technische und finanzielle Einzelheiten.

Die Jugend-Olympiamannschaften (Mädchen und Jungen) werden bei diesem doppelrundigen Länderkampf auf eine harte Bewährungsprobe gestellt, da sie auf eine der stärksten Mannschaften weltweit treffen wird. Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler wird die endgültige Nominierung erst später vornehmen. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass bei den Jungen Falko Bindrich, Sebastian Bogner, Arik Braun, Niclas Huschenbeth und Georg Meier spielen werden.

Bei den Mädchen besteht die Nachwuchsmannschaft derzeit aus Judith Fuchs, Sarah Hoolt, Manuela Mader und Melanie Ohme. Zwischen der Russischen Schachföderation und dem DSB gibt es seit zwei Jahren eine Vereinbarung über eine engere Zusammenarbeit. Dieser bilaterale Wettkampf ist der bisherige Höhepunkt der Kooperation.

Mit der Vergabe dieses Länderkampfes nach Neustadt an der Weinstraße möchte der DSB die Schachaktivitäten in der Metropolregion Rhein-Neckar unterstützen. In diesem Jahr fand erstmals das Pfalz Open statt. Es soll sich zu einer Tradition entwickeln und nach Möglichkeit immer zu Beginn des Jahres stattfinden. Der Termin für das nächste Jahr steht bereits fest: 15. bis 22. Februar. Mit einem Preisfonds von 25.000€ zählt dieses Open dann zu den attraktivsten Turnieren Deutschlands.

Die deutschen A-Nationalmannschaften werden übrigens unter Leitung des Bundestrainers Uwe Bönsch vom 6. bis 9. Mai 2008 im Panorama Hotel ein Trainingslager durchführen, bei dem u. a. Exweltmeister Anatoli Karpow einige Trainingseinheiten übernehmen wird.

 

Überraschungssieg von Falko Bindrich

/images/uploads/78f11a595a620922e33be8d9b11f0206.jpgPressebericht der Esslinger Zeitung 25.03.2008
Schach-Großmeister Falko Bindrich hat überraschend das A-Turnier des Deizisauer Neckar-Open gewonnen. Der 17-jährige Deutsche vom TSV Bindlach, der nur an Nummer 12 gesetzt war, siegte mit 7,5 Punkten aus neun Runden vor dem ukrainischen Favoriten Sergey Fedorchuk und dem Ungarn Viktor Erdos. Für den Sieg beim größten offenen Schachturnier Deutschlands, bei dem Bindrich 306 Konkurrenten hinter sich ließ, kassierte das Ausnahmetalent 2250 Euro Preisgeld.

Beim B-Turnier für mittelmäßige bis gute Vereinsspieler, dessen Endtabelle 253 Teilnehmer umfasst, siegte mit Carsten Stein vom SK Wernau ein erfahrener Lokalmatador. Acht Punkte aus neun Runden verhalfen dem nur an Nummer 22 gesetzten Stein zum unerwarteten Gesamtsieg und 1000 Euro Prämie. Auch beim C-Turnier für Anfänger gab es eine Überraschung - der erste Platz ging an die 16-jährige Dorothea Dohmann vom Ooser SC. Die an Nummer 25 gesetzte Schülerin setzte sich mit 7,5 Punkten aus neun Runden gegen 65 Kontrahenten durch und erhielt 250 Euro.

Turnierleiter Sven Noppes von den veranstaltenden Schachfreunden Deizisau zeigte sich mit der 12. Auflage des Neckar-Open sehr zufrieden. Das fünftägige Turnier lockte insgesamt über 1000 Zuschauer an.

(c) Text und Foto: Esslinger Zeitung:
vlnr: Sieger B-Open: Carsten Stein, Sieger A-Open: Falko Bindrich;
Siegerin C-Open: Dorothea Dohmann

 

Wettkampf Huschenbeth-Golod 2:4

/images/uploads/1ad1290b323c42c3ecc2b746b835e466.jpgMit 4:2 entschied Vitaly Golod, in der Bundesliga in Diensten von Mülheim-Nord, einen Wettkampf gegen den Hamburger Nachwuchsspieler Niclas Huschenbeth standesgemäß für sich. Golod war nach den ersten drei Partien bereits mit 3:0 in Führung gegangen, bevor Huschenbeth mit zwei Remis und einem Sieg Paroli bieten konnte. Huschenbeths Trainer Wolfgang Pajeken zeigte sich mit der Eröffnungsvorbereitung seines Schützlings recht zufrieden, meinte aber, dass Golod mit seinem reifen Spiel klar die spielerischen Defizite des jungen HSK-Bundesligaspielers aufgezeigt habe. Der Wettkampf fand mit Unterstützung des HSK im Domizil des Bundesligisten in Hamburg statt. Weitere Trainingswettkämpfe sind geplant, um Huschenbeth mehr Erfahrung im Spiel gegen starke Gegner zu vermitteln.

 

Ligamärz

Bericht von B. Vökler
Nach dem "Turnierfebruar" steht der "Ligamärz" auf dem Programm.

Aus der Jungenmannschaft ragt die Großmeisternorm von Arik Braun in der Bundesliga für Eppingen heraus. Der Sportsoldat steht im Moment bei 5 Punkten aus 9 Runden und dürfte den Titel eines Großmeisters demnächst verliehen bekommen. Damit ist er der dritte Spieler aus der JOM nach Georg Meier und Falko Bindrich, welcher Großmeister wird. Nebenbei hat er seinem Verein im Abstiegskampf damit sehr geholfen.
http://www.schachbund.de/SchachBL/bedh.php?liga=bl


Georg Meier pausierte am Wochenende in der Bundesliga und spielte im isländischen Reykjavik. Er belegte einen guten sechsten Platz und sammelte einige ELO-Pünktchen.
http://www.skaksamband.is/index.php?option=content&task=view&id=5752&Itemid=418

Falko Bindrich spielte für seinen Verein Bindlach Aktionär. Die Franken liegen in Lauerstellung auf einen Europacupplatz. Falko selbst spielt eine stabile Saison ohne jedoch zu brillieren.
http://www.bindlach-schach.de/


Sebastian Bogner vertritt seinen SK Neuhausen in der badischen Oberliga und nach einer kleinen Siegesserie liegt sein team auf dem Aufstiegsplatz. Sebbi selbst scort mit 4,5 aus 6 überdurchschnittlich.
http://www.schachbund.de/SchachBL/bedh.php?liga=olba

Der Youngster in der JOM, Niclas Huschenbeth, feierte kürzlich seinen vierten Geburtstag! Er gehört zu den auserwählten Schaltjahrsopfern mit dem 29.02. als Geburtstag. Seinem Verein, dem Hamburger SK, konnte er zuletzt nicht wie gewünscht helfen. Für die Norddeutschen wird es in der Bundesliga jetzt noch mal eng.
Niclas spielt zur Zeit einen hochkarätigen Zweikampf. Vitali Golod ( ELO 2606) prüft den Aufsteiger des Jahres 2007 auf Herz und Nieren.
http://www.hsk1830.de/

Die Frontfrau der weiblichen JOM, Melanie Ohme, liegt in der zweiten Liga Ost mit Leipzig Gohlis im Tabellenkeller mit Luft nach oben. Melanie selbst spielt hervorragend und performt oberhalb von 2400.
http://www.schachbund.de/SchachBL/bedh.php?liga=2blo

Sarah Hoolt punktet in der Oberliga NRW ebenfalls sehr gut. Katernberg II kann zufrieden sein.
http://schach-nrw.de/spielbetrieb/oberligalinks.htm

Manuela Mader und Judith Fuchs sind wertvolle Stützen ihrer Vereine Neuhausen und Leipzig Gohlis II.

Am kommenden Wochenende in der Frauenbundesliga dürften alle wieder an den Brettern sitzen.
http://www.schachbund.de/SchachBL/bedh.php?liga=fb1


Nach der Kündigung von Elena Winkelmann aus der JOM stehen wir hier im Moment nur bei vier Spielerinnen. Anstehende Änderungen werden zeitnah bekannt gegeben.


 

Erlebnisbericht Maria Schöne

/images/uploads/a8c3243e113e9174c0667f1afcfabc63.jpg24. „Open International d’Échecs“ (16.-23.02.08)



Am Internationalen Turnier in Cappelle-la-Grande nahmen in diesem Jahr 612 Spieler aus 63 Nationen teil: unter ihnen Filiz, Melanie, Manuela, Sarah und ich. Wir waren als JOM eingeladen; Bernd als unser Betreuer spielte nur „notgedrungen“ mit.

Nach langer Fahrt erreichten wir abends am 15.02. erschöpft unser **-Hotel „Les gens de mer“ (man spricht das nicht so wie Bernd aus, sondern „leh schong de mär“). Das Hotel befand sich in Dunkerque; zum Spielsaal nach Cappelle-la-Grande fuhren wir mit dem Auto eine knappe viertel Stunde. Manuela und Filiz sowie Melanie und Sarah teilten sich je ein Doppelzimmer, ich wurde mit einer Norwegerin auf ein Zimmer verfrachtet, was meinen Englisch-Kenntnissen gut tat. Generell kommt man in Frankreich mit Englisch allerdings nicht weit, aber zum Glück haben Filiz, Manuela, Melanie und ich etwas Französisch in der Schule gelernt. Sarah spricht nun dank uns übrigens auch (fast) fließend Französisch.:-)

Mittag- und Abendessen gab es immer beim Spiellokal: da wurden den etwa 200 eingeladenen Spielern jedes mal nacheinander 3 Gänge vor die Nase gesetzt, was dementsprechend auch etwas länger dauerte. Beim Essen harmonierten Sarah und Manuela perfekt: Sarah bekam immer das Fleisch von Manuela und sie dafür das Gemüse von Sarah. Wer den meisten Nachtisch hortete, möchte ich nicht verraten.:-)

Die Runde begann meistens 14 Uhr, zur Vorbereitung nutzten wir den Vormittag. Dabei wurden Melanie, Filiz und ich von Bernd unterstützt; Roman (der mit Sebastian und Thomas unsere Delegation komplettierte) kümmerte sich um Manuela und Sarah. Die Abende ließen wir z.B. mit Filme gucken ruhig ausklingen.

Mit der Auslosung waren die Franzosen stets sehr schnell, wir konnten sie immer noch am gleichen Abend im Hotel finden. Am Abend vor der letzten Runde dachten sich Sarah und ich, Melanie zu schockieren und ihr zu erzählen, sie müsse gegen Sebastian spielen (wer freut sich schon über eine deutsch-deutsche Paarung?). Als wir das gut hingekriegt hatten, bekamen wir allerdings auch schon die „richtige“ Auslosung – bei der ich dann gegen Sebastian spielen durfte. Darüber lachte Melanie am lautesten.:-)

Bei der Siegerehrung wurde leider wieder nur Französisch gesprochen. Nichtsdestotrotz hörten wir heraus, dass Filiz auf die Bühne gerufen wurde: sie belegte in ihrer Kategorie (wahrscheinlich U12) den ersten Platz. Neben Pokal und Preisgeld hat sich Filiz auch sehr über die typisch französischen „bises“ (Küsschen – eins auf die linke und eins auf die rechte Wange) gefreut.:-) Außerdem wurden u.a. auch die Spieler genannt, die sich eine Norm erspielt hatten: hier grölten wir für Sarah am lautesten. Nach der Siegerehrung und dem Dinner zogen wir noch mit den Schweden, Spaniern, einem Japaner, Malteser (nicht die Hunderasse, sondern ein Spieler aus Malta) Ukrainer usw. durch Dunkerque. In Frankreich war übrigens gerade Faschingszeit, so dass wir unterwegs viele lustige Gestalten trafen.

Am Sonntagmorgen traten wir dann etwas ermüdet die Heimreise an. Filiz, Sarah, Melanie und ich fuhren mit Bernd nur etwa eine dreiviertel Stunde später als geplant los – Manuela, Sebastian, Thomas und Roman konnten uns aber mit einer etwa 2-stündigen Verspätung trotzdem nicht toppen.

Nun denn: „Au revoir“ (auf Wiedersehen – sprich „oh rewoar“)!

 

Lecker so eine Norm: La chapelle (3)

/images/uploads/a632ef21f1b5415063f76f8ea40f4483.jpgDurch einen Schlussrundensieg sicherte sich Sarah Hoolt gleich zwei Normen. ZUm einen übererfüllte sie die Norm zum Frauengroßmeister (WGM) und als Sahnehäubchen sogar eine Norm zum internationalen Meister (IM) der Männer! Letzte Deutsche , die das schafften waren die Nationalspielerinnen Elisabeth Pähtz und Ketino Kachiani-Gersinska.
Nächstes Etappenziel auf dem Weg zur Olympiade ist jetzt eine weitere WGM-Norm und ein ELO-Sprung auf 2300..
Manuela Mader remisierte zuletzt und liegt mit 5 Punkten leicht im Plus.
Im innerdeutschen Duell unterlag Maria Schöne gegen Sebastian Bogner nach langer Gegenwehr.
Filiz Osmanodja hofft mit einem Sieg die 50 % zu schaffen. Eine unvernünftige Zeiteinteilung verhinderte hier ein besseres Resultat.
Melanie Ohme spielt gegen den Hamburger IM Suren Petrosyan und versucht mit einem Sieg, den Kategoriepreis unter 2300 zu schaffen. Mal sehen wie es ausgeht.
Der Berichterstatter erreichte 5,5 Punkte u.a. gegen 5 Großmeister. Ganz ordentlich.

 

Interview mit dem Trainer der weiblichen JOM IM Roman Vidonyak; A-Trainer im Deutschen Schachbund

/images/uploads/cb0c198f93867db85944b4661e40055e.jpgBV: Woher kommt diedie Leistungsexplosion von Sarah Hoolt?
RV: 1. Sarah hat eine seltene Gabe; Gefühl für Schach. Gute Spieler gibt es viele, aber nur wenige fühlen die Stellung.
2. Sie ist psychologisch stabil und hat keine Angst vor großen Namen.
3. Sie arbeitet gut organisiert und zielstrebig am Schachbrett.
4. Die Partievorbereitung mit ihr läuft gut.
BV: Wie ist das Abschneiden der anderen zu bewerten?
RV: Manuela Mader durchläuft eine kleine Formkrise. Als ihr Heimtrainer habe ich die schachlichen Gründe gefunden und die entsprechenden Maßnahmen sind getroffen. Es geht wieder aufwärts.
Melanie Ohme, Maria Schöne und Filiz Osmanodja spielen teilweise etwas glücklos. Insgesamt bin ich jedoch zufrieden.
BV: Wie siehst Du die Perspektive für die JOM zur Olympiade?
RV: Die Kampagne war ein Erfolg! Die Mitglieder der JOM sind besonders motiviert und ich rechne mit einem kampfstarken und positiven Auftritt in Dresden. Sollte das Spitzenbrett, Melanie Ohme , in die Nationalmannschaft hochrücken, wäre ein weiteres wichtiges Ziel erreicht. Die Lücke aus dem Jugendalter in den Frauenbereich war vielfach zu groß. Das ist jetzt dank Melanie und Sarah erfreulicherweise anders.
BV: Ein Wort noch zum Sebastian Bogner, dessen Heimtrainer Du ebenfalls bist!
RV: Sebastian Bogner hat sich und allen gezeigt, dass er erfolgreich auf GM-Niveau spielen kann. In Hastings bezwang er den späteren Turniersieger Vladimir Malachatko und hier konnte er gegen GM Mark Hebden voll punkten. Er wird in der männlichen JOM in Dresden hoffentlich eine gute Rolle spielen
BV:Danke!

 

La chappelle (2)

Bericht 2 Cappelle

Allen davon stürmt Sarah Hoolt nach einem Sieg gegen den französischen Großmeister Anthony Kosten. In einer königsindischen Partie mit beiderseitigen Chancen opferte Sarah eine Figur auf b3 um ihren a3 Bauern flott zu bekommen. Die Rechnung ging auf und mit 3 Punkten aus 3 Runden folgt die Belohnung in Runde 4 – Brett 1 auf der Bühne!
Melanie Ohme gewann und hat 2 aus 3, Manuela Mader liegt nach ihrem Remis bei 1,5 Punkten, ebenso wie Maria Schöne, die gegen Nana Dzagnidze aus Georgien verlor.
Über 80 Züge musste Filiz Osmanodja absolvieren, ehe der Gegner ins Remis einwilligte.
Jetzt hat sie einen Punkt, aber gegen durchweg bessere Gegner.

Ganz vorn mischt GM Thomas Luther mit, der an Brett 2 ein ukrainisches ELO-Schwergewicht aus dem Weg räumte. Evgeni Miroschnischenko geriet in eine vorbereitete Variante und ging gnadenlos unter. Man sehe:

 

/images/uploads/ffaac88a3a7665eebfc3173d2c3f1d38.jpg16...Txc2 war als Rettung gedacht, erweist sich nach 17. Lxa5 Txf2 18. Lxb6 jedoch als Bumerang!
Später 1:0

 

Cappelle la Grande 2008

/images/uploads/72bd2d691aa9f668ebf4a5e6a430c8ca.jpgBericht 1 von Bernd Vökler

Am Freitag, dem 15. 02. ( Gott sei Dank! Nicht 13.) brachen wir aus dem fernen Sachsen/Thüringen nach Frankreich auf. Bezeichnenderweise hatte ich einen Mietbus vom Autohaus „Matt“ genommen.
Bevor es richtig los ging; die erste Hiobsbotschaft! Maria Schöne fehlt! Filiz Osmanodja fehlt! (beide im Bild, Maria Schöne rechts) Sie sollten sich im Zug von Dresden treffen, beide suchten den Zug ab und fanden sich...nicht! Des Rätsels Lösung: Die Bahn hatte einen zwei-Teile-ICE eingesetzt und sie konnten zueinander nicht kommen, „ das Wasser war viel zu tief“.
In Apolda waren sie vereint und los ging`s. Wir folgten den ausgelegten Rosinen, sprich Melanie Ohme in Wetzlar „aufgelesen“, Sarah Hoolt in Aachen „aufgelesen“ und über drei Grenzen hinweg waren wir auch schon da! Nach ca. 8 Stunden Fahrzeit allerdings.
Das Hotel Les Gens de Mer in Dünkirchen ist solide und gut. Nach Cappelle müssen wir jedoch jeden Tag fahren, aber das ist kein Problem.
Noch am Freitag abends ist der andere Teil unserer Delegation, bestehend aus Manuela Mader, IM Sebastian Bogner ( beide JOM) und Roman Vidonyak als Trainer aus dem Badischen angekommen.
Am Samstag ist die erste Runde und alle sind schon sehr gespannt auf ihre Gegner.
Entsprechend motiviert gelingt Melanie, Sarah und Manuela der erste Sieg. Sebastian, Maria und Filiz spielen remis. Ein gelungener Auftakt!
In der zweiten Runde kommen bereits die ersten Knaller. Melanie spielt gegen den Top-Großmeister Vasilios Kotronias aus Griechenland.

 

Freud und Leid in Wijk

29.01.2008- von GEORGIOS SOULEIDIS
Der 19jährige Arik Braun (Foto rechts), der in der Bundesliga für Eppingen spielt, trat in Wijk aan Zee als einziger deutscher Teilnehmer an. In der C-Gruppe begann er furios, verlor aber mitten im Turnier an Boden und verpasste dadurch die dritte GM-Norm. Kurz nach dem Turnier stellte er sich einigen Fragen:

Schachbundesliga.de: Herr Braun, wie ist die Stimmung so kurz nach dem Turnier?
Braun: Ich bin natürlich etwas enttäuscht, dass es mit der Norm nicht geklappt hat, aber ansonsten bin ich relativ zufrieden. 13 Runden ist ein langes Turnier, daher bin ich auch erleichtert, dass es vorbei ist.
Schachbundesliga.de: Nach tollen Siegen in den ersten Runden kam plötzlich Sand ins Getriebe. Können Sie sich erklären woran das lag?

 

Nijboer - Braun
Wijk aan Zee, C-Gruppe (1), 12.01.2008

 

/images/uploads/48ee948d9d6212cd6916a0bed7089b38.jpgStellung nach 34.Df4

34...Txg1!+ -+

 

Braun – Negi
Wijk aan Zee, C-Gruppe (2), 13.01.2008

 

/images/uploads/7100a5cd6cf63cd9bd51fce7a289f5a9.jpgStellung nach 30...Dd7

31.Lc6! 1-0

 

Braun – van der Werf
Wijk aan Zee, C-Gruppe (4), 15.01.2008

 

/images/uploads/5a2e4b33037ddd8e6f113cea7826b708.jpgStellung nach 20...Sxe8

21. Sxc6! bxc6 22.Td8 1-0

Braun: Ich habe keine direkte Erklärung, wieso es in der Mitte des Turniers so schlecht lief. Ich hatte häufig eine gute Stellung (in der 5. Runde hatte ich einen Bauern mehr und gegen den späteren Turniersieger stand ich auch nicht schlecht), aber es wollte einfach nicht mehr laufen.
Schachbundesliga.de: Der absolute Tiefpunkt erfolgte in der 10. Runde gegen Krush. Wie fühlt man sich nach so einer Niederlage?

 

Krush – Braun
Wijk aan Zee, C-Gruppe (10), 23.01.2008

 

/images/uploads/abfaba24d2af98fe701b51cc5c35c719.jpgStellung nach 18.Ld3

18...Dc7? 19.Lxh7+! Kxh7 20.Dd3+ g6 21.Dxd7 und Weiß verwertete den Mehrbauern.

Braun: Was gegen Krush los war, weiß ich auch nicht genau. Als ich 18...Dc7 zog, hab ich zwar mit Lxh7+ gerechnet aber nur in Verbindung mit Dh5 und Td3, was meiner Meinung nach nicht funktioniert. Daher dachte ich, dass ich den Damenzug spielen kann. Als sie dann tatsächlich auf h7 schlug, erkannte ich, was wirklich los ist. Das Gefühl nach der Niederlage war daher eher nicht so gut. In den Partien danach versuchte ich nochmals auf Gewinn zu spielen, vor allem die Partie gegen Van der Wiel war spannend, aber es reichte nur noch zu einem vollen Zähler gegen Ushenina in der letzten Runde.
Schachbundesliga.de: Wie hat Ihnen das Turnier insgesamt gefallen?
Braun: Alles in allem hat mir das Turnier sehr gut gefallen. Es ist hervorragend organisiert und es gab auch keinerlei Probleme. Die Zusammenarbeit mit Georg Meier (Sekundant) war auch sehr gut. Durch unsere Vorbereitung habe ich nun viele neue Eröffnungen gelernt. Es würde mich freuen, wenn ich noch einmal die Chance bekäme in Wijk aan Zee zu spielen!
Herr Braun, vielen Dank für das Interview.

 

Arik Braun in Wijk am Zee

/images/uploads/53fa86d57856ea216b5ff9b3e4050f83.jpgMit Loek Van Wely, Judit Polgar und Vladimir Kramnik sah die A-Gruppe heute drei Sieger. Der niederländische Lokalmatador kam gegen Veselin Topalov zum Erfolg, nachdem er schon in den beiden Runden zuvor dem Gewinn nahe war, sich jedoch zweimal mit Remis begnügen musste. Judit Polgar nutzte einen Fehler von Boris Gelfand zum Sieg, während Vladimir Kramnik gegen Pavel Eljanov seine Stärke im Endspiel ausspielen konnte. Einziger Spieler mit weißer Weste ist jedoch Arik Braun (Foto), der heute in der C-Gruppe seine vierte Partie gewann.
http://www.coruschess.com/




 

Weihnachtsturnier in Litomysl

/images/uploads/5f86bb4e7cee39bee91c1bab5208a79a.jpgBericht von B. Vökler

Vom 26.12.2007 bis zum 01.01.2008 fand im tschechischen Litomysl zum neunten Mal das Czech Chess Christmas statt. Gespielt wurden 9 Runden mit jeweils 90 min + 30s pro Zug. Obwohl die letzte Runde am ersten Januar um zehn Uhr begann, was wohl etwas ungewöhnlich ist, erfreute sich das Turnier einer Vielzahl von Titelträgern (2 GM, 12 IM, 10 FM). Sie lockte sicherlich die UNESCO-Stadt mit ihren vielen alten Gebäuden und dem Schloss an. Vielleicht war es aber auch das Preisgeld von zwanzigtausend Kronen. Auffällig an dem 132 Mann starken Teilnehmerfeld war der, im Vergleich zu anderen Open, hohe Frauenanteil. Unter ihnen befanden sich auch die tschechische Nationalspielerin Jana Jackova (im Bild rechts sitzend beim Spiel gegen J. Fuchs)und die ehemalige Judendweltmeisterin Jolanta Zawatzka.
Das Spiellokal befand sich in einer neu errichteten pädagogischen Schule, an der auch ein Internat angeschlossen war. Diesen Vorteil nutzte auch der Großteil der Spieler, um preisgünstig und nahe am Geschehen zu wohnen. Einziger Nachteil des sehr hellen Turniersaales war die Lüftungsanlage, die zwar zu jeder Zeit für frische Luft sorgte, aber auch gleichzeitig dafür, dass nach vier Tagen über die Hälfte der Spieler Husten hatte.
Im Hauptturnier setzte sich letztendlich mit 7,5 Punkten der tschechische IM David Kanovsky vor Lukas Cernousek und Martin Petr (beide ebenfalls aus Tschechien) durch. Den Preis für die beste Teilnehmerin gewann WGM Jolanta Zawatzka mit 6 Punkten. Bis zur letzten Runde konnte noch eine Hand voll Spieler auf eine IM Norm hoffen, doch leider zerschlugen sich all ihre Hoffnungen schon am ersten Tag des neuen Jahres. Bei dieser letzten Partie konnte man nun auch den Nachteil eines Turniers sehen, welches über Silvester geht: Sechs Spieler erschienen nicht innerhalb der Zeitfrist an ihrem Brett und verloren kampflos, Vier ließen sich gar nicht erst auslosen und knapp die Hälfte der Partien endeten nach mehr oder weniger hartem Kampf Remis.
Neben dem Schachlichen blieb auch so noch genügend Freiraum die Geburtsstadt des berühmten Komponisten Bedrich Smetana zu erkunden oder auch in demr nahe gelegenen Sportcenter Ausgleichssport zu treiben.
Da nur an zwei Tagen Doppelrunden gespielt wurden, fand sich auch noch Zeit für ein Schnellschachturnier, welches FM Oleg Spirin gewann, und in der Silvesternacht ein Mitternachtsblitzturnier. Dieses entschied GM Mikulas Manik für sich. Zusätzlich zu diesem Turnier nahmen an diesem Abend alle Teilnehmer ihr Abendbrot gemeinsam im Turniersaal ein und ließen somit das Jahr „international“, mit neun verschiedenen Nationen, ausklingen.
Im Ganzen war das Weihnachtsturnier in Litomysl ein voller Erfolg und wird mit Sicherheit auch im nächsten Jahr von vielen starken Schachfreunden besucht werden.

 

aktuelle Turniererfolge der JOM

Bericht von B. Vökler

Falko Bindrich belegte im traditionsreichen englischen Hastings
http://www.hastingschess.org.uk/
einen sehr guten Platz 4.
Sebastian Bogner musste sich dort in 10 Runden mit 7 Großmeistern auseinandersetzen. Seine 5,5 Punkte bringen ein kleines ELO-Plus für ihn.

Sarah Hoolt und Melanie Ohme spielten im nordhessischen Bad Zweesten.
http://www.schachturniere-nordhessen.de/
Sarah erzielte ein ELO-Plus während Melanie ein kleines Zwischentief durchlief.

Judith Fuchs bewies im Tschechischen Litmosyl
http://www.chess-results.com/tnr9341.aspx?ix=1&lan=0&flag=30&mm=1&turdet=NO
internationales Stehvermögen ohne jedoch Bäume auszureissen.

Arik Braun und Georg Meier bereiten sich derweil auf das Turnier in Wijk an Zee ( Niederlande ) vor.
http://www.coruschess.com/index.php

Die Berichte über ätere Turniere finden Sie hier!

 

Neues Mitglied der JOM

/images/uploads/bc3b6905a07af863fe2a76a9b6bf078a.jpgNiclas Huschenbeth vom Hamburger SK wurde in die Jugendolympiamannschaft für Dresden 2008 neu nominiert. Seine zuletzt herausragenden Resultate wie der 10. Platz zur JEM im September, die GM-Norm beim Europacup der Männer im Oktober und der Sieg im Hamburger IM-Turnier im November zeigen den unbändigen Aufwärtstrend des jungen Norddeutschen. Als Frontmann der U20 des HSK gewann er kürzlich die Deutsche Vereinsmeisterschaft mit dem Brettresultat von 6,5 aus 7 Punkten.
Ein weiterer Grund für die Nominierung stellt das schachpositive Umfeld für Niclas in Hamburg dar. Die Eltern Stefan und Ines stehen voll hinter seinen hochfliegenden Plänen. Der professionelle Trainerstab mit Wolfgang Pajeken, Dr. Karsten Müller und nicht zuletzt Jan Gustafsson leisten gute Arbeit. Im Verein ist Niclas mittlerweile eine feste Größe für die Bundesligamannschaft geworden.
Seine Ziele bis zur Olympiade sind klar umrissen: weitere GM-Normen und ELO-Gewinn sollen folgen.
Am 18./19. Januar nimmt er an einer weiteren Konsultation mit Exweltmeister Anatoli Karpow teil und im Februar möchte er den etablierten Großmeistern im Feld der Deutschen Einzelmeisterschaft in Bad Woerishofen Paroli bieten.
Bereits im Dezember wurde Ilja Brener ( Berlin Zehlendorf) aus der JOM herausgenommen.

 

Ein Tag in der Metropolregion Rhein-Neckar mit Anatoli Karpow

Die Veranstaltungsreihe wird am Freitag, 30.November 2007 ab 17:00 Uhr in der Zentrale der MLP AG, Alte Heerstrasse 40, 69168 Wiesloch fortgesetzt. Diesmal soll die Schachlegende Anatoli Karpow in den Fokus rücken und unter Beweis stellen, was Schach zu leisten imstande ist. Unter den Gästen werden sich einige offizielle Vertreter des Deutschen Schachverbandes befinden. Neben dem Präsidenten und Ernst Bedau, dem Bundesrechtsberater erwartet man Bundestrainer Uwe Bönsch, Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler sowie verschiedene Mitglieder der Deutschen Olympiajugendmannschaft (JOM), den Pressesprecher Claus Lais und andere. Welchen Stellenwert diese Veranstaltung haben mag, kann man auch daran erkennen, dass neben den Vertretern der Printmedien und der lokalen Presse SWR, RNF und Radio Regenbogen anwesend sein werden.

Es zeichnet sich ab, dass unter Umständen mehr als 300 schachbegeisterte Personen kommen werden, um Karpow spielen zu sehen. Ab 19:00 Uhr nämlich wird er selbst in den Lostopf greifen, um diejenigen unter der Rhein-Neckar Schachjugend auszulosen, die anschließend gegen ihn zum Simultanspiel antreten dürfen. Verstärkt wird die Schachjugend durch prominente Personen aus Politik, Wirtschaft und den Medien. Einige Partien werden LIVE übertragen, um den Zuschauern den Zugang zu den interessantsten Partien zu ermöglichen. Bereits im Vorfeld fokussiert sich das Interesse der Medien auf das Talent Jakob Schuhmacher, der bereits im Juni in der Business-Lounge der Südtribüne des MOTODROM am Hockenheimring dem mehrfachen Weltmeister ein Remis abtrotzte.

Am 1. Adventswochenende wird Karpow das Deutsche Olympiateam im ACHAT Hotel in Hockenheim trainieren. Dieses Training findet jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

 

Jugend WM U8 bis U18

/images/uploads/b835bd70210d9e11875ab9fff5565922.jpgvon B. Vökler

Am Samstag, dem 17.11. starten 26 deutsche Starter gen Antalya in der Türkei, um den Kampf in der Weltmeisterschaft ihrer Altersgruppe antreten zu können.
Mehr Infos finden Sie unter Turnierberichte

 

Sebastian Bogner in Frankreich

Bericht von B. Vökler
Sebastian Bogner hat die Ferien zur WM-Vorbereitung gut genutzt, indem er nach Sautrone/Frankreich fuhr. Doch in einer dramatischen Schlussrunde, in der Sebastian, um die Großmeisternorm kämpfend, gegen den späteren Turniersieger bereits drei Bauern plus hatte; musste der Youngster aus Neuhausen eine besonders schmerzliche Niederlage hinnehmen.
Trotzdem zeigt er damit einen Aufwärtstrend, der insbesondere für die kommende WM U16 Hoffnung auf ein gutes Abschneiden weckt.

Ergebnisse unter: http://www.sautronechecs.fr/

 

Falko Bindrich in Zittau

/images/uploads/a6f600e1923bafc3f23778260ecdadfd.jpgIm historischen Bürgersaal des Rathauses der Großen Kreisstadt Zittau stand heute Abend Schach auf der Tagesordnung.

Während der turnusmäßigen Sitzung des Stadtrates, es war kurz nach 18 Uhr, trug sich Falko Bindrich, Mitglied der Jugendolympiamannschaft und seit 01.Oktober diesen Jahres jüngster deutscher Großmeister unter großem Beifall in das "Goldene Buch" der Stadt ein.

Bereits im April nach der letzten Normerfüllung fasste der Stadtrat den Beschluss, die großartiger Leistung des jungen Zittauer Gymnasiasten auch auf diesem Wege zu ehren.

In seiner abendlichen Lobesrede brachte der Oberbürgermeister zum Ausdruck, dass vor allem Falkos Beständigkeit und Ausdauer beeindruckt hat. Seit mehr als zehn Jahren begleiten nicht nur seine Eltern, der Verein und Trainer die schachliche Entwicklung. Ebenso haben Zittauer Bürger, Gewerbetreibende und Firmen Falko tatkräftig unterstützt. Seine Bekanntheitsgrad zeigte sich bei den jährlichen Sportlerumfragen. So konnte sich Falko 2001 (1.Platz) und 2002 (2.Platz) vor populäreren Sportarten platzieren.

Er ist ein würdiger Botschafter unserer Stadt, der gesamten Oberlausitz. Der Stadtrat wünscht Falko für die Schule und den Sport weiterhin viele Erfolge.

 

Glückwunsch!

/images/uploads/2f8c42bfbd46a80005571d867c7202e5.jpgToller Einstand
Oberliga: Aufsteiger SFK 2 bezwingt ELO-Favorit Hansa Dortmund

Mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung besiegte SFK 2 in der ersten Runde der Oberliga den Favoriten Hansa Dortmund mit 5:3. Ein glänzendes Debut im SFK-Dress feierte dabei Sarah Hoolt, die gegen den Internationalen Meister Oleg Eismont mit den schwarzen Steinen von Beginn an die Initiative suchte, im Mittelspiel eine Qualität gewann und ihre Vorteile im Endspiel trotz hartnäckiger Verteidigung des Dortmunders zum umjubelten Siegpunkt verwertete.


 

JEM nach Sibenik/Kroatien

/images/uploads/e9ab8628c2fe0c9f531428fcb24c533e.jpgBericht von B. Vökler

Zur diesjährigen JEM nach Sibenik/Kroatien entsendet der Deutsche Schachbund wieder eine große und leistungsstarke Delegation..........
Bitte lesen Sie hier weiter

 

Georg Meier gewinnt Blitzturnier in Biel

/images/uploads/d3f9ce031d4100fefa7e692060d74ad1.jpgPlace Participant ELO Country Points Buchh BuSumm
1. Meier, Georg 2546 GER 11.0 108.5 1229.0
2. Vitiugov, Nikita 2608 RUS 10.5 106.0 1203.0
3. Shipov, Sergey 2559 RUS 10.0 107.0 1208.0
4. Socko, Bartosz 2660 POL 9.5 106.5 1184.0
5. Nepomniachtchi, Ian 2613 RUS 9.5 105.5 1195.5
6. Cvitan, Ognjen 2529 CRO 9.0 106.5 1183.0
7. Palac, Mladen 2570 CRO 9.0 105.5 1191.5
8. Golod, Vitali 2589 ISR 9.0 102.5 1167.5
9. Miralles, Gilles 2482 FRA 9.0 102.0 1168.5
10. Bauer, Christian 2626 FRA 9.0 101.5 1168.5
11. Edouard, Romain 2483 FRA 9.0 99.5 1173.5
12. Mazé, Sébastien 2530 FRA 9.0 98.0 1126.5
13. Jenni, Florian 2527 SUI 8.5 102.0 1159.0
14. Doric, Darko 2488 CRO 8.5 96.0 1126.5

 

Die JOM im Sommer

natürlich ist die JOM im Sommer nicht untätig.

Allen voran versucht Georg Meier im schweizerischen Biel seine internationale Reputation zu erhöhen und vielleicht ein paar ELO-Punkte zu erhaschen. Eine Qualifikation für das Superturnier 2008 will ich hier nicht verschreien.
http://www.bielchessfestival.ch/cms/

Falko Bindrich wird den Meistertrainer Mark Dworetzki ab Sonntag, den 29. Juli in der Sportschule Bad Blankenburg/Thüringen (BBB ) löchern. Die Trainingseinheit für die JOM mit dem Weltklassetrainer und Buchautor dauert 6 Tage und bringt den Höhepunkt der Olympiavorbereitung auf dem Trainingssektor im Jahr 2007.

Ilja Brener kommt driekt vom ZMD Open in Dresden nach BBB. In der "Schachhauptstadt" von Deutschland misst sich Ilja mit über 30 Spitzenspielern, sowie über 300 Teilnehmern.
http://www.schachfestival.de/

Direkt nach dem Training in BBB werden Arik Braun und Sebastian Bogner ins benachbarte Holland aufbrechen. Im Young Masters von Hengelo kämpfen sie gegen jugendliche Weltklassespieler um Normen, ELO und Pokale.
http://www.onjk.nl

Auch die Mädchen sind sehr aktiv.

Judith Fuchs und Elena Winkelmann bestreiten vor BBB das ZMD-Open in der sächsischen Landeshauptstadt. (s.o.)
http://www.schachfestival.de/

Manuela Mader regeneriert sich zur Zeit vom Großmeisterinnen Turnier Bad Homburg. Dort hinterließ sie einen durchaus positiven Eindruck. Bei besserer Chancennutzung wäre der eine oder andere Punkt mehr drin gewesen.
http://www.queens-chess.de/

In die "Hitzeschlacht" von Pardubice stürzen sich Melanie Ohme und Sarah Hoolt. Das Megaspektakel in Tschechien mit über 1500 Teilnehmern gilt als hervorragender Test bezüglich Physis, Power und Härte!
Viel Glück für die Normenjagd!
http://www.czechopen.net//

Bernd Vökler

 

Falko Bindrich

ein gutes Ergebnis lieferte Falko Bindrich bei dem Open zur slowakischen Meisterschaft. ( Plus 8 ELO-Punkte sind auf dem Niveau auch nicht schlecht. )
mehr Infos unter:
http://chess-results.com/Tnr7035.aspx?tnr=7035&art=1&lan=1&mm=1&m=-1

oder unter http://www.livechess.sk
(allerdings ist nur der slowakische Teil aktuell)

 

Georg Meier ist Hessischer Schnellschachmeister

/images/uploads/90a0e626da6f85c2d3e06532bde55b91.jpgGM Georg Meier ist Hessischer Schnellschachmeister

Mit GM Georg Meier aus Trier konnte in diesem Jahr ein würdiger Nachfolger für GM Sergey Galdunts bei den Hessischen Schnellschachmeisterschaften ausgespielt werden.

Meier blieb ungeschlagen und hielt IM Yuri Boidman sowie die beiden hessischen Qualifikanten für die Deutsche Schnellschachmeisterschaft, die Internationalen Meister Margolin und Reschke, eindrucksvoll auf Distanz.

Ein ausführlicher Turnierbericht, jede Menge Zahlen, Daten, Turniertabellen und Ewige Ranglisten, und nicht zuetzt die Fotos sind auf der folgenden Turnierseite zusammengefasst:


http://www.hessischer-schachverband.de/hssm.htm

Hans-Dieter Post

 

Eine JOM in England

Bericht v. B. Voekler

Elena Winkelmann vertritt ihren ( englischen ) Verein bei der englischen Nachwuchsmeisterschaft. (Elena ist übrigens auf dem 3. Foto in der Mitte zu sehen)
Die Tabelle ist nicht ganz einfach zu interpretieren, außerdem ist der Gegnerschnitt ca. 2300 für Elena ; ich gehe von einem guten Resultat aus.

http://www.middlesexchess.org.uk/middxcentenary.htm

 

/images/uploads/e7bf2795172891b6741ece0ef1fcbb4a.jpg

 

Die Neuhausener Schachwoche, an der im GM-Turnier einige Mitglieder der JOM teilnehmen, ist aktuell voll im Gang. Leider kann keiner der JOM - Spieler sich eine GM - Norm erspielen. Einziger der derzeit noch Chancen auf eine GM- Norm hat ist IM Iotov.

 

/images/uploads/3e489c98d3a75958dacb1a4c0420ca1e.jpgParallel findet die IDJM ( internationale Deutsche Jugendmeisterschaft ) statt.
In der Vorauswahl habe ich den "richtigen Riecher" bewiesen, denn mit dem U18 Meister Frederik Beck und dem U14 Meister Felix Graf (Bild) sind die Topspieler von Willingen auch schon wieder im Einsatz. Von der JOM spielt Manuela Mader mit. Für Manuela wird es in diesem IM-Rundenturnier um eine weitere Norm für den Titel eines Frauen -IM gehen.
Hier tritt mit Jacek Tomczak ( Polen ) sogar ein amtierender Weltmeister aus Batumi 2006 an! Vielleicht kann Niclas Huschenbeth um eine IM-Norm kämpfen. Der junge Hamburger bewies bereits in der Bundesliga dieses Potential.

 

Schachwoche Neuhausen

/images/uploads/cde036ddb71a7469a8dd4eb9a116211c.jpgBericht von B. Vökler
Nach dem standesgemäßen Auftritt der JOM-Mitglieder bei der DEM der Jugend; mit zwei Deutschen Meistern ( Judith Fuchs U18 w und Sebastian Bogner U16 (Bild) ) sowie dem zweiten Platz von Ilja Brener (U18 ), geht es heute gleich weiter!

Ilja und Sebastian spielen im Großmeisterturnier in Neuhausen. Dritter Mannschaftskollege ist Martin Krämer, der nach dem Mitropa-Cup eine weitere Bewährungsprobe verdient hat. Gespielt wird mit 12 Spielern aber nur neun Runden, nicht gegen die eigene Mannschaft.
Dort treffen sie auf erfahrene GM, hungrige IM und mit GM Yuriy Kuzubov ( Ukraine ) auf einen Altersgenossen und Ex-Weltmeister.

 

Jeder Klack ein Treffer

Simultanschach beim ND-Pressefest: Alle Siege für die »Profis«

Von René Gralla /11.06.2007

Mehr als zwei Stunden schenken sich die Zwei nichts. Und beinahe hätte Günter Casny aus Berlin die Sensation geschafft und dem ehemaligen Fernschachweltmeister Dr. Fritz Baumbach ein Unentschieden abgetrotzt. Doch am Ende wird der Druck zu groß, die größere Routine siegt über den Kampfgeist. Trotzdem ist Günter Casny (66), der für den Amateurverein Rochade Berlin punktet, Champion der Herzen beim Simultanturnier auf dem ND-Pressefest. Die Zuschauer klatschen Beifall. Auch der prominente Gegner zeigt sich beeindruckt. »Da musste ich mich richtig strecken«, bilanziert Dr. Fritz Baumbach (71). »Zwei-, drei Mal habe ich selber geglaubt, da ist bloß noch ein Remis drin.«
Den Wettkampf angeregt hat Paul Werner Wagner, Präsident der deutschen Emanuel-Lasker- Gesellschaft. Bereits von 1987 bis 1989 holte er die Stars des DDR-Schachsports, allen voran den Dresdner Großmeister Wolfgang Uhlmann, zum ND-Pressefest, damals noch im Volkspark Friedrichshain. Diese Tradition wird 2007 wieder aufgenommen, und Paul Werner Wagner denkt schon weiter. Die Zusammenarbeit zwischen ND und Lasker-Gesellschaft sei ausbaufähig, sagt er am Rande des ersten ND-Simultanturniers nach 18-jähriger Pause. Der nächste Schritt könne eine Folgeveranstaltung zum Frauenturnier sein, mit Neues Deutschland und Emanuel-Lasker-Gesellschaft, die ihre Kooperation im November 2006 begonnen hatten.
Eine Partnerschaft, von der beide Seiten profitieren, zumal Paul Werner Wagner hierzulande demnächst einen regelrechten Schachboom ausbrechen sieht: dann nämlich, wenn sich vom 1. bis 15. November 2008 die weltbesten Brettstrategen zu ihrer Olympiade in Dresden versammeln.
Eine, die vor heimischer Kulisse in den Kampf um Edelmetall eingreifen möchte, ist die 16-jährige Elena Winkelmann. Die Schülerin am Dresdner Sportgymnasium vertritt neben dem Berliner Urgestein Dr. Fritz Baumbach die nachwachsende Generation beim Simultanturnier beim ND-Pressefest.
Elena Winkelmann gehört zur Junioren-Olympiamannschaft, außerdem spielt sie in England für ein Frauenteam mit dem schönen Namen »Pride and Prejudice«, übersetzt »Stolz und Vorurteil«. Zu den Liga-Wochenenden wird sie auf die Insel eingeflogen und hat gerade den Aufstieg in die 2. Division geschafft. Dennoch strebt sie keine Profikarriere an. »In Deutschland wäre das ökonomischer Selbstmord«, sagt sie trocken. Stattdessen will sie nach dem Abitur studieren, vielleicht Psychologie, das findet sie interessant.
Elena Winkelmann schreitet im Blauen Salon des ND-Verlagshauses die Tische ihrer Herausforderer ab, ausnahmslos Männer, während sich Dr. Baumbach auch einer mutigen Dame stellen muss. Locker aus dem Handgelenk setzt Elena Winkelmann die Figuren, das macht bloß leise Klack, aber jeder Klack ist ein Treffer.
Das kriegt auch der Autor zu spüren, der eine Simultanpartie wagt. Doch die Dresdnerin nutzt Abstimmungsprobleme in der Abwehr aus, drückt unerbittlich auf das Zentrum und verwandelt eiskalt. Die Kapitulation wird unvermeidlich. Ähnlich ergeht es den anderen Mitstreitern. Selbst wenn besonders Hartnäckige gleich noch ein zweites Match beginnen – die Schlussbilanz für Elena Winkelmann und Dr. Fritz Baumbach ist standesgemäß: alles Siege.
Körperliche Ausfälle nach den tropischen Temperaturen im Saal müssen nicht vermeldet werden. Vor der Tür ist eine »Sauerstoff-Erlebnisinsel«. Mit der Möglichkeit, verbrauchte Reserven per Erste-Hilfe-Maske wieder nachzutanken.

 

JOM beim Simultan

/images/uploads/46f52d0262450fa1e28508839a998e78.jpg
























am 09.06.2007 nachmittag gab der 12. Weltmeister der Schachgeschichte ein Simultan an einem eher ungewöhnlichen Ort. Das Modehaus Engelhorn, in Mannheim mit mehreren Häusern vertreten und zumindest im Modesektor eher im höherpreisigen und exklusiven Segment tätig, lud als Sponsor der Karpov-Schachakademie Hockenheim ein. Als Rahmenveranstaltung zur Europameisterschaft der Senioren geplant, wurde der Ausstatter der Jugendolympiamannschaft vom Ansturm der Kiebitze und Autogrammjäger in hohem Maße überrascht.
Anatoli Karpov, der zusammen mit Dieter Auer kurz nach vier Uhr nachmittags eintraf, musste zunächst zum Interview mit SWR3 und diverse Zeitungsreporter schließlich vertrösten, weil das Simultan gegen 17 Uhr beginnen sollte und die Warteschlange der Autogrammjäger schier nicht enden wollte. (siehe Bild)Als der Modehaus-Geschäftsführer Thomas Golze nach der Begrüßung das Mikrophon an Klaus-Jörg Lais weitergab, war es bereits nach Fünf und selbst ein Karpov würde die 20 Bretter kaum in drei Stunden spielen. Lais begrüßte das Engagement des Ausstatters, stellte die Jugendolympiamannschaft vor, betonte die gute Zusammenarbeit des DSB mit der Akademie und moderierte das Simultan. Als Gäste waren unter anderem anwesend: Dr. Hans Ellinger als Präsident und Hanno Dürr als Ehrenpräsident des Schachverbandes Württemberg, Bernd Vökler, Georg Meier und Michael Franz als Vertreter der Jugendolympiamannschaft, Hannes Rau und Rainer Buhmann. Für die Technik sorgte Axel Fritz (http://www.schach.com) mit zwei Livebbrettern auf Großbildschirmen.

Karpov benötigte schließlich etwas mehr als vier Stunden, um ein Ergebnis von 17 gewonnenen Partien und drei Remis zu erzielen. Die hochzufriedenen Punkteteiler waren Annette Busch vom SV Mannheim Lindenhof, Pierre Dübon vom SK Chaos Mannheim und Horst Zielinski vom SK Ludwigshafen 1912. Da das Kaufhaus um 20 Uhr schließen musste, wurde alles unterhalb der Spieletage liegende Areal gesperrt und die Zuschauer und Teilnehmer über das Restaurant in der 5. Etage nach draußen geleitet. Perfekt.

 

JOM bei der Neuhausener Schachwoche und IDJM

/images/uploads/9db8be16f22f725efcca3fbbed4f37b6.jpgBericht v. Bernd Vökler

Nach dem standesgemäßen Auftritt der JOM-Mitglieder bei der DEM der Jugend; mit zwei Deutschen Meistern (Judith Fuchs U18w (Bild) und Sebastian Bogner U16 ) sowie dem zweiten Platz von Ilja Brener (U18), geht es am 4.Juni gleich weiter: Ilja und Sebastian spielen im Großmeisterturnier in Neuhausen.
Dritter Mannschaftskollege ist Martin Krämer, der nach dem Mitropa-Cup eine weitere Bewährungsprobe verdient hat. Gespielt wird mit 12 Spielern aber nur neun Runden, nicht gegen die eigene Mannschaft.
Dort treffen sie auf erfahrene GM, hungrige IM und mit GM Yuriy Kuzubov (Ukraine) auf einen Altersgenossen und Ex-Weltmeister.

Parallel findet die IDJM (internationale Deutsche Jugendmeisterschaft) statt.
In der Vorauswahl habe ich den "richtigen Riecher" bewiesen, denn mit dem U18 Meister Frederik Beck und dem U14 Meister Felix Graf sind die Topspieler von Willingen auch schon wieder im Einsatz.
Von der JOM spielt Manuela Mader mit. Für Manuela wird es in diesem IM-Rundenturnier um eine weitere Norm für den Titel eines Frauen -IM gehen.
Hier tritt mit Jacek Tomczak (Polen) sogar ein amtierender Weltmeister aus Batumi 2006 an! Vielleicht kann Niclas Huschenbeth um eine IM-Norm kämpfen. Der junge Hamburger bewies bereits in der Bundesliga dieses Potential.

 

Mitropa Cup in Szeged vom 08. bis 17. Mai 2007

/images/uploads/4695513d5282978935eb00503ebe5d99.jpgvon B. Vökler
Zum 26. igsten mal wird der Mitropa-Cup ausgetragen. (Bild: Der Bahnhof von Szeged)
10 Länder aus Mitteleuropa streiten um den Titel, darunter auch Spieler aus der JOM.
Bitte lesen Sie hier weiter

 

Europameisterschaften

/images/uploads/2451e0b85bd59d76dd3f2a365d8ac825.jpgBericht v. B. Vökler (13.04.2007)
Mit einer überaus soliden Leistung gelang es dem 16-jährigen Falko während der EM, seine letzte und dritte Großmeisternorm zu erfüllen. Damit dürfte Falko der jüngste deutsche Großmeister aller Zeiten sein - wir prüfen das noch. Heute spielt Falko (links im Bild) gegen ein anderes Wunderkind: Sergej Karjakin.

 

Gratulation!

/images/uploads/9cccd386e5640f830b1bcba776c33810.jpgDer Trierer Georg Meier, in der Bundesliga für den SC Eppingen spielend, ist nach dieser Europameisterschaft - ebenso wie Falko Bindrich - GM geworden. Auch für ihn war es die dritte und letzte Norm. Wir haben damit in der männlichen JOM zur Zeit zwei Großmeister, zwei Internationale Meister und einen Weltmeister. Nicht schlecht für 'ne "zweite Mannschaft", mit einem Durchschnittsalter U18.

 

Vorbereitung EM

/images/uploads/a4e0a205108995d7ca8eb978a63cc925.jpgvon B. Vökler
Für die Schacholympiade 2008 ordnen 10 junge Nachwuchsspieler und-spielerinnen aus ganz Deutschland ihr gesamtes Leben unter. In Trainingslehrgängen, Vorbereitungsturnieren und Meisterschaften geben sie alles, um sich auf das große Ziel "Dresden 2008" vorzubereiten.
Ein wichtiger Meilenstein in der Standortbestimmung 2007 ist die Europameisterschaft der Männer und Frauen in Dresden.
Diesmal als Einzelstarter versuchen Elena Winkelmann, Melanie Ohme , Sarah Hoolt (nicht am Start) , Judith Fuchs (vorn sitzend von links) sowie Ilja Brener, Trainer Großmeister Karsten Müller, Manuela Mader, BNT Bernd Vökler, Katja Jussupow (nicht am Start), Julian Jorczik, Sebastian Bogner, Weltmeister Arik Braun (nicht am Start) sowie Falko Bindrich den Sprung an die europäische Spitze!
Neben der persönlichen Vervollkommnung ist der direkte Vergleich mit der Weltspitze der Erwachsenen Ansporn und Gradmesser zugleich.
Auf dem Bild von einem Vorbereitungslehrgang 2006 fehlt nur Georg Meier, dem ebenfalls gute Chancen für Topleistungen zuzutrauen sind.

 

Die JOM beim 23. Open in Capelle la Grande.

/images/uploads/eb99880fefa9f4dbb75c29d26af17241.jpglesen Sie bitte hier weiter

 

Grossmeisternorm für Georg Meier

/images/uploads/73fd6fbe0ec72266046ab9e75a08a6f3.jpgAm letzten Bundesligaspieltag vollendete Gerog Meier aus der Jugendolympiamannschaft seine zweite Großmeisternorm. Er konnte damit seine gute Form vom russischen Aeroflot-Open mit an den Tegernsee bringen. Nach dem Remis am Samstag steuerte er gegen Stefan Löffler voll auf Konfrontation. Mit einem mutigen Turmeinschlag auf f2 brach die weiße Initiative in sich zusammen.
Die Performance liegt über 2600 und seine Teamkollegen freuten sich mit ihm und über den Sieg gegen die Hauptstädter.
Jetzt muss nach Falko Bindrich und Georg Meier noch der dritte im Bunde, Arik Braun , eine Norm in der stärksten Liga der Welt vollbringen

 

JOM in Moskau

von Bernd Vökler

Zum stärksten Open der Welt fliegen am Dienstag zahlreiche Schachmeister ins winterliche Moskau. Der Sieger erhält neben einem ansehnlichen Preisgeld auch die Startberechtigung zum Dortmunder Einladungsturnier im Sommer.
Aus deutscher Sicht richtet sich die Aufmerksamkeit auf den aktuellen deutschen Meister Arkadij Naiditsch sowie die erfahrenen Großmeister Artur Jussupow und Nationalspieler Thomas Luther.
Zu den Favoriten rechne ich Vladimir Akopian aus Armenien sowie den russischen Landesmeister Evgeny Alekseev. Gespannt draf man auf den Shooting-Star aus Wijk an Zee ( Januar 2007 ) , Ian Neponiachtchi ebenfalls Russland, sein.

Die 3 Mitglieder der Jugendolympiamannschaft starten in der Gruppe A2. Die Zulassungsbeschränkung für die A1-Gruppe von 2550 konnten sie noch nicht knacken.
Georg Meier, Falko Bindrich und Ilja Brener werden versuchen, ihre gewachsene Spielstärke in 9 superschweren Runden unter Beweis zu stellen. Aus diesem Grund verzichteten sie auch auf eine mögliche Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Männer.
Der Test in der "Höhle des Bären" dient zur Standortbestimmung vor der Europameisterschaft im April in Dresden und stellt als Nahziel eine weitere Großmeisternorm für Georg oder Falko dar.
Unter http://www.aeroflotchess.com findet man die kompletten Listen und Informationen.

Wünschen wir der kleinen deutschen Delegation eine gute Anreise, viel Erfolg im Turnier und eine gesunde Rückkehr!

 

Neuer Teamchef der JOM

/images/uploads/5d3d7a06b495b38076661ac4dc9d15ee.jpgvon Klaus Deventer

Mit Michael Franz hat der Deutsche Schachbund (DSB) einen neuen Teamchef für seine mit Blick auf Dresden 2008 formierte „Jugendolympiamannschaft“ (JOM) gefunden.
Die Aufgabe des 51-jährigen Wiesbadeners umfasst neben der Unterstützung von Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler (Apolda) in organisatorischen Belangen auch die individuelle Betreuung der zehn Jungolympioniken in Fragen der Fitness und der schulischen bzw. beruflichen Perspektive. Klaus Deventer, Leistungssportreferent im DSB, erwartet gerade im Hinblick auf die näher rückende Schacholympiade 2008 in Dresden eine Verstärkung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring für die „Jugendolympiamannschaft“.

Franz ist Diplomtrainer des Deutschen Sport-Bundes mit 25 Jahren Erfahrung im Leistungs- und Jugendsport, insbesondere im Handball. Der dreifache Vater spielt seit seinem 5. Lebensjahr Schach und ist seit 1990 freiberuflicher Seminarleiter für Führungs- und Lehrkräfte im In- und Ausland. Seine Spezialthemen sind Strategieentwicklung, Teamcoaching und mentale Stärke.

 

Falko Bindrich auf dem Weg zum Großmeister

Am 10/11.02.2007 kamen die achte und neunte Runde der 1.Bundesliga im Schach zur Austragung. Der Zittauer Gymnasiast Falko Bindrich (SC 1950 Remagen), jüngster Stammspieler, trug mit seinen Ergebnissen zum Doppelsieg und dem 2.Platz in der Liga bei.
Außerdem erreichte er mit seinen Ergebnissen die erste Norm zum Titel „Großmeister“, die Mannschaftskameraden aus Remagen, aus Frankreich, der Ukraine und Serbien gratulierten sogleich.


Hier die Gegnertabelle von Falko Bindrich aus der Bundesliga: (Stand Februar 2007)

 

/images/uploads/86569aba288332ea8475ad7829f2d442.jpg

 

....und hier der Normenstand der JOM

 

/images/uploads/437b7c6d1a07378c5b40973b2e37699d.jpg

 

JOM in Guben und Bad Zwesten

Das Neue Jahr hat kaum begonnen und schon sind die JOM-ler wieder aktiv:
Ilja Brener spielt vom 2.-6. Januar 2007 auf der 10. Neujahrs-Open in Guben: www.schach-ticker.de/10guben07/t9.html

Melanie Ohme und Sarah Hoolt spielen fast zeitgleich in Bad Zwesten:
www.schach-in-nordhessen.de/turniere/zwesten2007/A-Open%20Tabellen.html

 

Hohes Risiko in Stockholm

Ein halber Punkt fehlt an der Großmeisternorm
von Oswald Bindrich

Alljährlich finden zwischen den Feiertagen (26.12. bis 08.01.) traditionell in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern zahlreiche internationale Schachturniere statt. In diesem Jahr führte der Weg des Zittauer Internationalen Meisters Falko Bindrich in die schwedische Hauptstadt Stockholm. Dort durften am zum sechsten Mal stattfindenden RILTON-Cup nur Spieler mit einer ELO-Zahl von über 2000 starten. Unter den 133 Spielern aus 17 Ländern waren 35 Titelträger; davon 17 Großmeister. Der 16jährige Gymnasiast wollte erstmals die Norm für den Titel des Großmeisters erkämpfen. Nach einem mit drei Siegen gelungenen Start unter anderem gegen den Internationalen Meister Thomas Engquist aus Schweden gelang Falko gegen den ersten Großmeister ein Remis. Der an Rang vier gesetzte finnische Großmeister Tomy Nybäck (ELO 2575) war damit recht zufrieden. Nach einer vermeidbaren Niederlage gegen den russischen Großmeister Evgenij Gleizerov (ELO 2560) und dem Ruhetag am 1.Januar folgte ein vermeidbares Remis gegen den schwedischen Internationalen Meister Hans Tikkanen. Dadurch war die Norm in weite Ferne gerückt. Durch eine große Energieleistung schaffte Falko mit zwei Siegen wieder den Anschluss an die Spitze. Vor der Schlussrunde führten fünf Spieler mit sechseinhalb Punkten. Mit einem halben Punkt Rückstand folgten acht weitere Titelträger. Darunter befand sich Falko, der mit den schwarzen Figuren spielend nur bei einem Sieg gegen den schwedischen Großmeister Ralf Akesson (ELO 2467) noch die Norm erfüllen könnte. In der Partie ging er ein hohes Risiko ein, griff beherzt die weiße Königsstellung an und opferte auch noch einen Springer. Der schwedische Meister sicherte sich in unklarer Situation durch Dauerschach das Unentschieden. Mit sechseinhalb Punkten belegte Falko einen guten zehnten Platz, mehr als die Hälfte der Großmeister hinter sich lassend.

Weitere Infos unter: www.rilton.se/results

 

Weltmeister Arik Braun geehrt!

/images/uploads/dc2ffd2d71b403c06217a60c37b07ba4.jpgMit 5 Punkten aus 5 Runden hat er eine makellose Bilanz bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft U20 vorzuweisen. Doch nicht wegen des Resultats im sachsen-anhaltinischen Kelbra, sondern für die Erringung des Weltmeistertitels der unter 18jährigen in Batumi wurde Arik Braun mit der Silbernen Ehrennadel des DSB ausgezeichnet.

Der Referent für Leistungssport Klaus Deventer betonte in seiner kurzen Rede vor Beginn der Nachmittagsrunde am 29. Dezember, Arik ist auf dem Sprung in die Nationalmannschaft der Männer. Mit der Überreichung der Urkunde durch Bundestrainer Uwe Bönsch und der Ankündigung von Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler neben der Nadel und Urkunde gibt es auch noch etwas praktisches, einen Laptop fürs Training, ging die kurze "Störung" der 6. Runde der Deutschen Vereinsmeisterschaft zu Ende

 

Spitzen-Schachdamen im Viererduell

Am 16.11.2006 präsentieren ND und Lasker-Gesellschaft in Berlin die Schachgala des Jahres
von Art Kohr

Am Freitag gibt es einen, vielleicht sogar den Turnierhöhepunkt im diesjährigen deutschen Damenschach. Neues Deutschland und Emanuel-Lasker-Gesellschaft präsentieren eine Schachgala mit Inna Gaponenko (Olympiasiegerin 2006, Ukraine)Elisabeth Pähtz (Junioren-Weltmeisterin, Deutschland), Monika Seps (Schweizer Meisterin) und Melanie Ohme (deutsche Juniorenmeisterin).
»Ich hoffe, gutes Schach zu zeigen und das Turnier zu gewinnen«, gibt sich Inna Gaponenko genauso optimistisch wie Elisabeth Pähtz: »Es ist zwar alles offen, aber mit einem glücklichen Händchen könnte ich es schaffen.« So die beiden Favoritinnen in Exklusivinterviews. (ND, 4./5.11. und 11./12. 11.)
Erwartet wird ein ebenso kurzweiliges wie spannendes Schnellschachturnier mit zehn Minuten Bedenkzeit in der Vorrunde und 20 Minuten in den Finals. Gespielt wird ab 16 Uhr in den Räumen der Emanuel-Lasker-Gesellschaft in Berlin, Leuschnerdamm 31. Vor Ort kommentiert Großmeister Thomas Pähtz. Das weltgrößte Schach-Internetportal ChessBase überträgt live auf playchess.com.
Monika Seps hat sich dieser Tage schon mal warm gespielt im beschaulichen Langnau am Albis, vor den Toren von Zürich, unter verschärften Bedingungen: Der lokale Schachverein feiert 63-jähriges Jubiläum, und Monika Seps trat gegen 21 Herausforderer gleichzeitig an. Diese Simultanvorstellung war kein Spaziergang, aber am Ende dann doch ein ziemlich glatter Durchmarsch. Monika Seps gab nur zwei volle Punkte ab und ließ zwei weitere Unentschieden zu, ansonsten wurden die übrigen 17 Sparringpartner der Reihe nach ausgeknockt.
Die Schweizer Meisterin ist also topfit für die morgige ND-Schachgala. Trotzdem wiegelt die 20-jährige Biologiestudentin ab, wenn sie nach einer Prognose gefragt wird: »Ich hoffe, dass ich Außenseiterchancen habe, denn das Feld ist sehr stark.«
Lässiges Understatement ist typisch für die Züricherin. Entsprechend cool ging sie auch mit der Situation um, reihenweise Männer schachmatt zu setzten. »Es ist doch normal, dass eine Frau eher im Mittelpunkt steht als ein Mann«, meint sie, daran habe sie sich gewöhnt.
Zielstrebig organisiert Monika Seps Schachkarriere und Ausbildung. Gerade hat sie beim Bundesligaklub SV 1947 Walldorf einen Vertrag unterschrieben. Gleichzeitig hält sie sich jedoch »für zu vielseitig interessiert, um mich allein auf Schach zu konzentrieren«. Nach dem Examen will sie als Neurowissenschaftlerin arbeiten.
Melanie Ohme, Deutschlands Nachwuchshoffnung bei der ND-Schachgala, hat die Züge der Figuren im rekordverdächtigen Alter von vier Jahren gelernt. Die Waldorfschülerin gehört zum nationalen Olympiakader Dresden 2008. Sie punktet für das Frauenteam des SC Leipzig-Gohlis in der höchsten Spielklasse. Das macht ihr Spaß, aber ein Spaß soll Schach eigentlich auch bleiben. Erst mal kommt das Abitur, dann möchte sie »etwas mit Kunst machen«, sagt Melanie Ohme, vielleicht »Maskenbildnerin, das finde ich spannend«.
Die Konkurrenz am 17. November in Berlin darf daraus allerdings keine voreiligen Schlüsse ziehen. Melanie Ohme setzt am Brett stets auf Sieg und greift sofort an, sobald sie eine Lücke in der gegnerischen Front erspäht. Und vor großen Namen hat sie keine Angst: »Ich verkaufe meine Haut so teuer wie möglich.«
Nicht von ungefähr ist Melanie Ohme ein Fan der Punkrock-Band »Die Ärzte«. Und wie singen doch Farin Urlaub und Bela B. in ihrem Song »Wilde Welt«? – »Ich bin am Zug, ihr seid schachmatt!«


 

Ehrungen für Sebastian Bogner

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15-jähriger Neuhausener erhält IM-Urkunde – Bei Neuhausener Schach Open auf Platz vier

Das Abzeichen eines „Internationalen Meisters“ (IM) bekam Sebastian Bogner vom Präsidenten des Badischen Schach-Verbandes, Fritz Meyer, angesteckt.
Sebastian Bogner ist im Rahmen der Neuhausener Schach Open doppelt geehrt worden: Als deutscher
„U-14-Spieler des Jahres 2005“
und als
„Internationaler Meister“ (IM)
des internationalen Schachverbands.

Die Anforderungen für die Verleihung des begehrten IM-Titels hatte der 15-jährige Neuhausener bereits im Dezember 2004 erfüllt – Urkunde und Abzeichen bekam er nun nachträglich. Bogner ist jüngster deutscher IM.
Am 10. Juli reist der Neuhausener mit der U-18-Nationalmannschaft an den Plattensee, um in Ungarn als einer der jüngsten Schachspieler am Turnier im Rahmen der Eliteförderung „Jugend trainiert für Olympia“ teilzunehmen.

 

Simultantournee 2006 meets JOM

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Am 25.06.2006 trat Melanie Ohme in Forchheim zum Simultan unter freiem Himmel an! Mehr dazu hier!

 

Gratulation!

Aus der Veröffentlichung der FIDE vom 14.06. 2006 geht hervor, dass in der Jugendolympiamannschaft zwei neue internationale Meister vertreten sind!
Herzlichen Glückwunsch an die IM Georg Meier und IM Falko Bindrich!
Trotz dieses Triumphs stellt dieser Titel nur einen Zwischenhalt auf dem Weg zum Großmeister und zur Schacholympiade 2008 dar.

 

JOM im goldenen Buch der Stadt Hockenheim

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Am Dienstag, dem 16.05. 2006 trug sich der 12 . Weltmeister der Schachgeschichte und die Jugendolympiamannschaft gemeinsam in das goldene Buch der Stadt Hockenheim ein. Hoffentlich erfüllen die Youngster das in sie gesetzte Vertauen und zahlen den "Vorschuss" zurück.

 

Herzlichen Glückwunsch

von Bundesnachwuchstrainer B. Vökler 10.05.06
Manuela Mader ist als Nachrückerin für die weibliche Jugendolympiamannschaft (JOM) nominiert. Sie setzte sich somit gegen ihre Mitbewerberinnen Maria Schöne, Judith Fuchs und Anna Endress durch. Durch Teilnahme an verbandsinternen und privaten Trainings ist ihr eine positive Entwicklung gelungen, eine steigende Performance konnte sie in vier Turnieren nachweisen. Die offenen Turniere von Böblingen und Bad Wörishofen steigerten ihre Turnierhärte, in der Frauenbundesliga trug sie wesentlich zum positiven Ergebnis ihres Vereines Walldorf bei und der größte Coup gelang ihr beim WIM-Rundenturnier in Walldorf mit dem souveränen Turniersieg bei gleichzeitiger Übererfüllung einer Norm für den Titel eines internationalen Meisters der Frauen. Der geforderte Sprung der ELO-Zahl im Juli dürfte bei 60 Punkten liegen. Herzlichen Glückwunsch Manuela! Die anderen drei Mitbewerberinnen haben aber noch immer eine Chance auf einen Platz in der JOM, denn die nächste Überprüfung der JOM ist im Oktober geplant. Das Konzept ist so gestaltet, daß bis ein Jahr vor der Olympiade jederzeit „Seiteneinsteiger“ in die Kampagne Jugendolympiamannschaft möglich sind.