Schacholympiade 2008 in Dresden

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Technische Defekte und viel Sonne auf der Königsetappe

/images/uploads/2303c6c0208c04518608a431aa7583e0.jpg21:30 Uhr: Alle Teilnehmer der Tour de Schach sitzen oder liegen völlig erschöpft in der Unterkunft. Doch der Reihe nach:
Gegen 10 Uhr machten wir uns auf den Weg von Meschede über Bestwig, Bigge-Olsberg,Assinghausen nach Winterberg. Der erste Streckenabschnitt bis kurz vor Bigge-Olsberg führte uns an einer Bundesstraße entlang, wo wir statt Ruhr-Idylle bloß viele Autos, deren Lärm und Abgase, erleben konnten. Dank der guten Radwege kamen wir jedoch schnell und zügig voran. Ab Bigge-Olsberg fingen dann die interessanten Wegabschnitte an. Abgesehen von einer technischen Panne rollten wir problemlos bis zur Verpflegungsstelle in Assinghausen. Die kleine Sonnenpause in den Ruhrauen Bigges und den Umweg am Olsberger Stausee verschweigen wir an dieser Stelle geflissentlich.
Die Verpflegungsstelle erreichten wir übrigens nach weniger als zweieinhalb Stunden und blieben weiterhin vor unserem Zeitplan. Dadurch fiel diese Pause etwas ausführlicher aus und wir konnten uns stärken für den nun kommenden schwierigeren Teil der Strecke. Bereits zu Beginn ging es derart bergauf, dass das am Ende fahrende „Groupetto“ die Gelegenheit nutzte, vom Rad abzusteigen und die Landschaft zu genießen, getreu dem Motto „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“. Auf dem Gipfel dieses Anstieges angekommen, wurden wir für unsere Mühen belohnt, denn die Aussicht auf die umliegenden Berge war bei nahezu wolkenlosem blauem Himmel einfach himmlisch.
Vom Streckenprofil her war diese Etappe für uns Schachspieler, denen nicht unbedingt die größte, sportliche Kondition zugerechnet wird, sehr anspruchsvoll. Anspruchsvoll deshalb, weil es viele Höhen und Tiefen auf den 40 Kilometern gab. Diese waren insbesondere im zweiten Teil der Etappe zu spüren, als es zwar nicht sehr steil, wohl aber stetig bergauf ging.
Etwa zehn Kilometer vor dem Ziel ereilte uns der zweite technische Defekt des Tages. Ein Teilnehmer hatte einen Platten, den wir direkt an Ort und Stelle flicken konnten. Die letzten Kilometer führte uns der Radweg über Schotterpisten, die jedoch auch andere Radfahrer nicht davon abhielten, den Ruhrtalweg (von der Quelle bis zur Mündung der Ruhr, vonWinterberg nach Duisburg) zu fahren. Viele Radfahrer kamen uns heute entgegen.
In Winterberg erwarteten uns bereits aufgebaute Schachbretter, an denen wie an den vorherigen Tagen, Simultan,Ultraschach,Gartenschach und „Kaffeehausschach“ gespielt werden konnten. Das Umfeld für unsere Schachpräsentation war sehr gut, da die zentrale Lage und das Sommerwetter für genügend Publikumsverkehr sorgten. Leider gibt es in Winterberg keinen Schachverein mehr. Dieser wurde 2002 im Rahmen der DEM der Deutschen Schachjugend gegründet, musste aber nach zwei Jahren seine Pforten wieder schließen. Daher übernahmen wir mit Hilfe von zwei Schachspielerinnen aus der Schachjugend NRW die Schachpräsentation. Wie an den Tagen zuvor, wurde unser Auftreten und Werben für Schach sehr positiv aufgenommen.
Nach der Präsentation mussten wir einen letzten Berg erklimmen, um unsere Unterkunft zu erreichen. Dieser letzte Berg, die anspruchsvolle Etappe und die stete Sonne sorgten dafür, dass wir nun erschöpft und mit so manchem Sonnenbrand den Abend ausklingen lassen. Nur noch schnell diesen Bericht schreiben und die morgige Etappe nach Marburg planen und dann heißt es „Gute Nacht und bis morgen!“
PS: Der Schützenfest-Abtrünnige hat den gestrigen Abend gut überstanden und den Weg zurück in die Tourfamilie gefunden.

 

....und morgen mit aufgetankter Energie weiter nach Marburg