Schacholympiade 2008 in Dresden

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Bangen um Sonnenschein

/images/uploads/ba3432e48f39bf8c48139023fb9405e8.jpgNach dem regnerischen Tag in Torgau hofften wir auf einen Wetter- Umschwung... und siehe da: die Sonne weckte uns zart aus dem kurzen Schlaf. Gestärkt sollte es heute wieder näher an die Elbe gehen. Wie gehabt zeigten sich uns wunderschöne Auenlandschaften. Jörg ist es zu verdanken, dass wir so vieles davon für die Daheimgebliebenen präsentieren können.

 

Seltsame Zeichen

/images/uploads/046a59c92085bf65a646b1a4f1d8f9e5.jpgGelbe Zeichen haben wir bislang stets mit Baustellen- oder Stadtschildern in Zusammenhang gebracht. In Weßnig wurden wir eines Besseren belehrt: Gott hat hier für Fahrradfahrer eigene Zeichen setzen können. Deutschlands erste Radfahrerkirche kündigte sich auf der Karte an und führte bei uns zu vielen Fragen: Wie viele Radler werden wir dort antreffen, in wiefern unterscheidet sich eine Radfahrerkirche von einer normalen Kirche, und vor allem: werden wir dort um weiteren Sonnenschein bitten können? Die Fragen sollten beantwortet werden - wie sich spätestens am Ende des Tages zeigte.

 

Gottes Botschaft: Langsamkeit

/images/uploads/f7afc7c988979ef344a313b5cdeb4f7b.jpg"Besser langsam" lautet das Motto der Radfahrerkirche. Für Gott gelten die üblichen Zeitmaße nicht, so dass Menschen in diesem Gotteshaus mit der Ruhe konfrontiert werden sollen: "Die Letzten werden die Ersten und die Ersten die Letzten sein." Erst am 27. Juli 2003 erfuhr die bereits 1804 errichtete Kirche ihre Umwidmung zur Radfahrerkirche - als Gegenstück zu den Autobahnkirchen. Seitdem steht sie den zahlreichen Radlern täglich zur Verfügung, sei es für Meditationen oder Gottesdienste. Eins steht für uns nach dem Besuch der beeindruckenden Installationen im Innenraum fest: Gott ist Radfahrer!

 

Nur die Fähre erlaubt uns Pausen

/images/uploads/b1ff02a1ad2579b5826af6c125eb834a.jpgNichts destotrotz zogen wir zügig davon. Bis auf kleine Snack- oder Zwangspausen durch die Fähre zogen wir es vor, nicht zu lange zu rasten, da die grauen Wolken den Himmel nicht verlassen wollten. Sollten die Fürbitten in der Kirche nicht helfen? Während des Mittagessens zog ein Schauer über uns hinweg und Jörg sah sich schon bestätigt, dass mein (Thorstens) Kontakt zu Gott zur Zeit nicht so recht funktioniere. Dies sollte aber widerlegt werden: trockenen Fußes (und Körpers) sollten wir später in Strehla eintreffen.

 

Fähre außer Betrieb!?

/images/uploads/9565f6116702a3b96b7a9fd2a5f8b478.jpgDer Elberadweg zieht sich stets ober- und unterhalb der Elbe zum nächsten Ort, so dass sich die ein oder andere Überfahrt mit der Fähre anbietet, um die schönste Strecke zu wählen. Von Mühlenberg sollte es schließlich in Strehla wieder hinüber gehen, wobei wir kurz in große Unsicherheit gerieten: "fährt die Fähre überhaupt" erwiderte uns eine Anwohnerin in der Nähe der Fähre unsere Frage nach dem Weg zur nahegelegenen Überfahrstelle. Sie müsste es doch wissen. "Keine Angst, sonst können Sie auch in Torgau rüberfahren." Wir hatten jedoch Glück: die vierzig Kilometer wollten und musste wir nicht noch einmal zurückfahren.
Der heutige Tag hat uns viel über die Natur lernen lassen: Äpfel, Birnen und Pflaumen sind am Wegesrand noch nicht wirklich essbar. Vielleicht ja auf der nächsten Etappe nach Dresden.

 

Urige Unterkunft

/images/uploads/536a4ab242ae5e3dcf65b13e92185680.jpgEs war ein steiler Anstieg, der uns in Strehla, dem Unterkunftsort für die nächste Schachveranstaltung in Riesa, erwartete. Am Ende des kleinen, malerischen Ortes - vorbei am schönen Stadtpark mit einem kleinen Tierpark - sollte uns eine stillgelegte Mühle erwarten, in der sich unser Quartier befindet. Damit dürfen wir - nach dem Wittenberger Schloss - nicht zum ersten Mal in historisch bedeutsamen Gemäuern nächtigen.
In der Jugendherberge empfing uns ein Brief von Hans Stange, dem Vereinsvorsitzenden des Schachclubs in Riesa, mit einer Ausgabe der örtlichen Presse. Auf der Titelseite wird das morgige Schachereignis vor dem Mercure-Hotel auf dem Riesenhügel beworben. Ab 13 Uhr wird dort Schach für jedermann geboten. Spontane Gäste sind - ebenso für die letzte Etappe nach Dresden - noch gern willkommen!

 

Immer wieder Schach

/images/uploads/51ce8adac3af3d3ee8fb77c76f46e3e4.jpgDie Tour de Schach ist ja eine Werbetour für Schach. Also wird auch Kontakt zu Schachspielern gesucht, auch wenn nicht offiziell Schach auf dem Programm steht. So trafen wir in unserer Pension in Torgau einen Schachspieler mit DWZ 1800, der gerne mit uns gefahren wäre. Aber seine Frau ...
In der JH in Strehla wurden wir dafür ganz sachte gefragt, ob denn einer Lust zu einer Partie Schach hätte. Michael aus Rostock bot sich an. Nach einigen Partien entpuppten sich die beiden Fahrradfahrer, ihr Ziel ist die Insel Sylt, als erfahrene Dresdner Vereinsspieler, die gerade das ZMD-Open gespielt hatten.
Alle von uns ins Gespräch verwickelten Schach- und Nichtschachspieler zeigten sich sehr angetan von unserer Tour, Schach ist halt im Gespräch, man muss nur drüber sprechen.

 

Vorbereitung fürs Finale

/images/uploads/2a3b50bd94522e8b01d5ffc88fa9a532.jpgIn Kürze ist die Tour de Schach vorbei. Wir rüsten uns für das Finale.So bestücken gerade Helmut Schumacher und Thorsten Haber unseren Begleitlaster mit den Olympiabannern, damit wirklich jeder auf den Straßen Sachsens und dann auch in Dresden sieht, worum es geht: Um die Schacholympiade 2008 in Dresden. Wir machen mobil für das Finale.
Doch zuvor steht noch das Schachprogramm in Riesa an. Was wird uns dort erwarten? Immerhin war der Verein SC Riesa in der Vorbereitung sehr aktiv.

 

Riesa lockt

/images/uploads/37071e566a7256e27a7cb5dda5391ac4.jpgZügig setzen wir in Strehla wieder über die Elbe, fast zügig, denn kaum hatten wir die Fähre erreicht, machte der Fährmann erst mal Pause. Rübersetzen mussten wir, da dort der Elberadweg durch viel schönere Gegenden führt. Nach gut 15 Kilometern erreichten wir Riesa, allerdings wieder auf der anderen Seite der Elbe. Doch hier gab es eine Brücke, die wir zügig überfahren konnten.
Riesa hat ca. 38.000 Einwohner. Die ehemalige Stahlstadt, die übrigens an Bedeutung vor allem erst durch die Eisenbahnlinie nach Dresden gewann und durch die Brücke über die Elbe, versucht jetzt als Sportstadt Riesa an Bedeutung zu gewinnen. Bei der Olympiabewerbung von Leipzig spielte Riesa als Wettkampfstätte eine wichtige Bedeutung. Nachdem nun die Stahlwirtschaft nicht mehr die Bedeutung hat wie früher, lebt die Wirtschaft jetzt vor allem vom Mittelstand und vielleicht auch ein bisschen von der Nähe zu Dresden und Leipzig.

 

Hallo Elena

/images/uploads/d0993a0a134a2bd49fdcc89a20884cc2.jpgKaum in Riesa angekommen sahen wir schon das Hotel Mercure mit dem Riesenhügel - den kennt jeder in Riesa. Dort sollte das Schachprogramm stattfinden. Wer oder was ist der Riesenhügel? Ein Restaurant und Veranstaltungsgebäude, das als Hügel gebaut ist und auch wirklich als Hügel zu erkennen ist. Die Dächer sind begrünt, so dass man wirklich denken kann, es handelt sich um eine natürliche Erhebung.
Kaum hatten wir den Platz vor dem Hotel erreicht, da strahlte uns schon Elena Winkelmann an. Elena in Riesa? Ist die nicht Dresdnerin? Ja klar, "aber ich hatte gerade nichts anderes zu tun, sind ja Ferien, und las im Internet von der Tour, da bin ich vorbei gekommen."
Das ist gut, dann haben wir ja wieder eine gute Simultanspielerin. "Was ich?" "Na klar du, bist doch gerade Fünfte bei der WM U14 in Frankreich geworden."

 

Gibt es hier einen Schachverein?

/images/uploads/e9040a7c1f49ad6451567c98cd528b48.jpgWir waren gerade noch beim Aufbau unseres Schachstandes, da stand schon eine Mutter mit ihrer Tochter vor uns. "Wir haben von der Schachaktion in der Zeitung gelesen und gleich unsere Tagesplanung umgeworfen. Meine Tochter spielt Schach in der Schule und wir suchen einen Verein. Wie ist das Angebot in Riesa?" Elena prüfte gleich die Fähigkeiten von der jungen Lady und der Vereinsvorsitzende Hans Stange vertiefte sich in ein Gespräch mit der Mutter.
Kurz darauf kam eine andere Mutter mit zwei Kindern. Sie haben gerade Schach gelernt und suchen ebenfalls einen Verein in Riesa. Auch sie haben in der Presse von dem Termin gelesen.
Muss man noch mehr sagen zur Tour de Schach?
Wir wissen zwar nicht, ob die Kinder Mitglieder im SC Riesa werden, das wird die Zeit entscheiden, aber wir wissen zumindest, dass die Kinder ab sofort die CD "Schwarz oder Weiß" der DSJ ihr Eigen nennen, denn Mama kaufte sie für ihre Schachfans.
Insgesamt war der Tag in Riesa für die Schacholympiade und für den Verein vor Ort ein voller Erfolg.

 

Radlerprobleme

/images/uploads/2bb8f78b0b912cde636feac155ede603.jpgNach dem Schachtermin haben wir beschlossen, uns der Stadt Dresden zu nähern. Eigentlich war unsere Unterkunft ja noch in der JH Strehla geplant, aber die Dresdner erwarten uns ja schon so früh bei sich. Mittags sollen wir da sein. Schaffen wir das? Wir entscheiden uns, schon ein Stückchen (18 Kilometer) in Richtung Dresden zu fahren und erleben eine ereignisreiche Fahrt. Der Elberadweg wird etwas abenteuerlich. Natürsteinwege, Schotterpisten und ab und an Treppenaufgänge und überraschende Abfahrten. Dafür ist aber die Gegend wunderbar und wir bereuen nichts: Es macht einfach nur Spaß!

 

in vino veritas

/images/uploads/dd43f7234d9a05c5f67c2a1773b9f33a.jpgHans Stange vom SC Riesa bereitete uns auf die Strecke vor. "Ihr erwartet die schönste Strecke auf der Tour. Und vor allem erreicht ihr dann schon die Weinregion Sachsen."
Hat er Recht?
Er hat Recht. Wir fahren direkt an der Elbe entlang, nur die Wege - siehe oben. Eine wunderbare Landschaft bekommen wir zu sehen. Das Flachland ist vorbei, es wird bergiger ud steiniger. Granitfelsen begleiten uns. Am "bösen Bruder" kommen wir mit den alten Sagen Sachsens in Berührung. Und dann ein Aufschrei der Radler. Die ersten Weinberge sind zu sehen. In die schon steilen und gebirgigen Hänge sind die Weinterrassen geschlagen. Wir nehmen uns vor, an unserem heutigen abendlichen Haltepunkt - eine wunderbare Pension - unseren ersten sächsischen Wein zu probieren.
Die Tour gewinnt an Stimmung - doch oh Schreck morgen ist sie schon vorbei. Aber keine Bange: 2006 kommen wir ja wieder.

 

Etappe Nieschütz - Dresden

Die Etappe Nieschütz - Dresden startet am 06.08.2005 um 8:00 Uhr . Treffpunkt ist das Hotel Garni in 01665 Nieschütz, Ringstraße 1a. Und um 09.00 Treffpunkz der Bahnhof von Meißen. Mitmachen erlaubt!

Achtung
Die letzte Etappe startet früher als bisher üblich, denn unsere Ankunft wird in Dresden auf dem großen Altmarkfest schon gegen 13.00 Uhr erwartet.